Memory of Water

TerminDienstag, 3. März 2026 | 20:00 | OFF Broadway
Produktion Deutschland, Finnland, Norwegen | 2022
Regie Saara Saaralea
FSK-Freigabe FSK ab 12 freigegeben
Themenschwerpunkt KlimaKinoKöln

Vor der dystopischen und zugleich malerischen Kulisse Finnlands spielt diese Heldinnengeschichte in einer von Mangel dominierten Gesellschaft. Der Film zeichnet das Bild einer Zukunft, die geprägt ist von Ressourcenknappheit: auf dem Planeten gibt es kein Süßwasser mehr.

Noria, die neu ernannte junge Teemeisterin ihres Dorfes, findet heraus, dass es noch unentdeckte Trinkwasservorkommen geben soll. Noria lernt den Wasserspezialisten Taro kennen, der auch nach einer Lösung für die Wasserknappheit sucht. Doch die vom Militär geführte Regierung bestraft illegalen Wasserhandel hart und überwacht die Bevölkerung intensiv.

Das Science-Fiction-Drama mit Musik von Oscar® Gewinner Volker Bertelmann basiert auf dem gleichnamigen internationalen Genre-Erfolgsroman von Emmi Itärantas (deutscher Titel: Der Geschmack von Wasser).


Online Tickets  

Trailer


Set against the dystopian yet picturesque backdrop of Finland, this heroine's story takes place in a society dominated by scarcity. The film paints a picture of a future marked by resource shortages: there is no more fresh water on the planet.

Noria, the newly appointed young tea master of her village, discovers that there are still undiscovered drinking water reserves. Noria meets water specialist Taro, who is also looking for a solution to the water shortage. But the military-led government punishes illegal water trading harshly and monitors the population intensively.

This science fiction drama with music by Oscar® winner Volker Bertelmann is based on the internationally successful novel of the same name by Emmi Itärantas.

 

Tämä sankaritar-tarina sijoittuu dystooppiseen mutta samalla maalaukselliseen Suomeen, jossa yhteiskunta on puutteen hallitsema. Elokuva kuvaa tulevaisuutta, jota leimaa resurssien niukkuus: planeetalla ei ole enää makeaa vettä.

Noria, kylänsä vastanimitetty nuori teemestari, saa tietää, että maassa on vielä löytämättömiä juomaveden lähteitä. Noria tutustuu vesiasiantuntija Taroon, joka myös etsii ratkaisua vesipulaan. Mutta armeijan johtama hallitus rankaisee ankarasti laitonta vesikauppaa ja valvoo väestöä tiukasti.

Tämä scifi-draama, jonka musiikin on säveltänyt Oscar®-voittaja Volker Bertelmann, perustuu Emmi Itärantaksen samannimiseen kansainväliseen menestysromaaniin.

Translated with DeepL.com (free version)

 

Reale Hintergründe eines fiktiven Films

Auch wenn der Film und seine literarische Vorlage Science-Fiction sind, so gibt es erschreckende Anzeichen, dass seine dystopischen Elemente sich rasch auf die Realität hinbewegen.

Zum einen ist da der weltweite Trend eines vielfältigen Drucks auf die Demokratie. In den Großmächten Russland und China herrschen bereits Diktaturen mit perfekten Überwachungsapparaten, die ihren Bürgern kaum freiheitliche Verhaltensspielräume lassen. Die USA bewegen sich 2026 unter Präsident Trump mit großen Schritten ebenfalls auf einen autokratisch regierten Staat zu, in dem Straflosigkeit, Willkür, Bereicherung und Alleinherrschaft zur Normalität werden könnten.

Die andere, die ökologische Katastrophe ist durchaus gekoppelt mit diesem rücksichtslosen Demokratieabbau, der fossile Privilegien, Gier und Macht der herrschenden Eliten durch die Staatsgewalt absichert. In „Memory of Water“ herrscht eine massive Wasserkrise vor. Die nur noch geringen Vorräte werden vom Militär unter Androhung drastischer Strafen bewacht.

Ganz aktuell: der weltweite Wasserbankrott

Am 20. Januar 2026 erklärten die Vereinten Nationen, dass die Erde vor einem Wasserbankrott steht und die UNU (Universität der UNO) veröffentlichte eine alarmierende Studie. Sie stellt die hydrologische Situation in den unterschiedlichen Weltregionen vor: Fast überall leiden Mensch und Natur unter hohem oder extremem Wasserstress. Vielfach ist er irreversibel und auch durch besseres Wassermanagement gar nicht mehr oder kaum rückgängig zu machen.

Zentrale Wasserspeicher sind bereits dauerhaft erschöpft oder zerstört. Dazu zählen:

·        Unumkehrbare Verluste von Süßwasserreserven (z.B. verschwundene Gletscher, kollabierende Grundwasserleiter)

·        Schrumpfende Seen und Feuchtgebiete, die sich nicht mehr regenerieren können

·        Langfristige Übernutzung, Verschmutzung und Degradation von Wasserressourcen

·        Strukturelle Schäden, die selbst bei besserem Management nicht vollständig rückgängig zu machen sind

·        Sie betreffen vor allem die Erdteile und Regionen: Naher Osten und Nordafrika, Süd- und Zentralasien, Westliches Nordamerika, die Anden und Teile Amazoniens in Südamerika, Australien, große Teile Afrikas südlich der Sahara und die Mittelmeerregion Südeuropas.

Die Gründe und Ursachen sind menschengemacht: Übernutzung, Verschmutzung, Entwaldung sowie der Einfluss des Klimawandels. Die Folgen sind unumkehrbare Verluste der Süßwasserreserven, zerstörte Ökosysteme und eine zunehmende Bedrohung für die Wasserversorgung, Ernährung und stabile wirtschaftliche Verhältnisse von Milliarden Menschen.

Der Begriff soll also bewusst alarmieren: Es geht nicht mehr nur um vorübergehende Engpässe, sondern um dauerhafte Verluste, die die Wasserversorgung, die Landwirtschaft und damit die Ernährung der genannten Regionen ernsthaft und dauerhaft gefährden.

Und die Situation in Deutschland?

Bei uns ist erst ein moderater Wasserstress zu beobachten: Sinkende Grundwasserneubildung in Ostdeutschland bei zunehmender Entnahme durch den Aufbau von Industrien wie Tesla; häufiger stattfindende Niedrigwasserphasen in Flüssen wie Elbe und Rhein; Waldschäden durch Trockenheit vor allem in den Mittelgebirgen; und regionale Engpässe z.B. in Berlin/Brandenburg mit wachsender Abhängigkeit von den jeweils saisonalen Niederschlägen. Gleichzeitig kommen jeden Sommer nicht beherrschbare Starkregen auf die Menschen zu.

Dabei importiert Deutschland für den Lebensmittelkonsum (und zusätzlich für die Industrie) enorme Mengen an sog. „virtuellen Wasser“, d.h. Wasser, das in der Landwirtschaft auch in stark vom Wassermangel bedrohten Ländern für den Anbau von Produkten verbraucht wird, die zu uns exportiert werden. Einige dieser Produkte sind Kaffee und Rindfleisch (Südamerika, pro kg jew. 21.000 bzw.15.000 Liter), Roh-Kakao (Westafrika, pro kg 17.000 – 27.000 Liter) oder Avocados (Naher Osten, Südeuropa, pro Stück je 1.000 – 2.000 Liter). Laut BUND bestehen rund 86 % des Wasserfußabdrucks der Deutschen aus virtuellem Wasser. Durch unseren Konsum heizen wir die Wasserkatastrophe in bedrohten Erdteilen massiv mit an.

Was kann ich tun?

Neben einem reflektierten und verantwortlichen Verbraucher- und Konsumverhalten finden sich auf der Seite www.gemeinschaftswerk-nachhaltigkeit.de ab Ende Februar 2026 Vorschläge für nachhaltige Wasser-Aktivitäten.

Zurück zum Film

Interessanterweise zählen die Produktionsländer des Films „Memory of Water“ zu den Ländern mit der ausgeglichensten Wasserbilanz: Finnland, Schweden und Norwegen haben mit den geringsten Wasserstress weltweit.

(Martin Block)

 

https://www.youtube.com/watch?v=YG7hSQX_PQk
Länge 100 Min.
Fassung O.m.dt.U.
Format DCP
Trailer auf YouTube / Vimeo anschauen
Handlungsland Finnland
Stichworte Action, Digitale Überwachung, Diktatur, Europa, Klimakrise, Konflikt / Gewalt / Gewaltfreiheit, Literaturverfilmung, Science-Fiction
Verleih Real Fiction Filmverleih