Der Film schildert ironisch die Begegnung eines jungen Staatsangestellten mit einem „modernen“ Mädchen. Der weitere Verlauf der Geschichte springt mit der herkömmlichen islamischen Sexalmoral ebenso böse um wie mit der neuzeitlichen Bürokratie.
Alles dreht sich – auch im engeren Wortsinn um Herrn Soubhi, einen kleinen Steuerbeamten Mitte dreißig im Finanzamt von Damaskus. Herr Soubhi ist eitel um Eleganz bemüht, aber ebenso schüchtern und subaltern. Von der Liebe versteht er nichts, weil seine Mutter meint, er sei noch zu jung zum Heiraten. Also muß seine Angebetete eines Tages den „Zwischenfall des halben Meters“ nutzen und selbst die Initiative ergreifen. Vom Krieg, der gerade zwischen Syrien und Israel ausbricht, versteht er auch nichts.
Dennoch wird ausgerechnet er zum Zivilschutzbeauftragten des Finanzamts ernannt und macht darüber Karriere.
Mit subtiler Satire hat Zikra die syrische Zensur ausgetrickst und attackiert autoritäre Herrschaftsstrukturen ebenso wie individuelle Subalternität, arabischen Männlichkeitswahn, Ohnmacht und Maulheldentum.
Offiziell spielt der Film während des 2. syrisch-israelischen Krieges 1967, doch Einzelheiten wie die Seiko-Quartzuhr verraten, daß die vorgeführten Charaktere auch heute noch bittere Wirklichkeit sind.
