In der australischen Wüste sucht eine Minengesellschaft nach Uran und zerstört den Lebens- und Kulturraum seiner Ureinwohner. Die Darstellung ihrer unendlichen Einsamkeit wird zur Parabel für die Gefährdung der Welt.
In der australischen Wüste sucht eine Minengesellschaft nach Uran. Die Ureinwohner setzen sich gegen die Zerstörung ihrer Kultur und ihrer heiligen Orte zur Wehr, verlieren aber vor Gericht ihren Kampf. Eine Parabel über die Gefährdung der Welt durch die skrupellose Durchsetzung von Interessen der Industriegesellschaft.
Die Kamera in Werner Herzogs Film gleitet über eine grandios öde Landschaft. Spuren von Zerstörung werden sichtbar und nehmen ein unvorstellbares Ausmaß an: Unzählige kleine Hügel, die nichts anderes sind als kleine Halden, Auswurf der Erde, von Förderbändern aufgeschüttet, weil eine Bergbaugesellschaft den Boden mit industriellen Methoden nach Schätzen durchwühlt. Als sich die Richtung der Bohrungen und Sprengungen immer deutlicher gegen einen heiligen Ort der australischen Ureinwohner wendet, stellen diese sich in den Weg, versuchen mit ihren Körpern, den Weg von Dynamit und Planierraupen zu stoppen. Die Ureinwohner berufen sich auf einen Mythos, der gleichzeitig auch etwas von ihrer Kultur vermittelt: Die grünen Ameisen träumen die Welt, erschaffen sie durch ihren Traum, wie die Männer, die an einem anderen, ebenfalls von der „Zivilisation“ in Besitz genommenen Ort ihre Kinder träumen, bevor diese geboren werden. Und ohne die zeugende Kraft dieser Träume, so scheint es, wird die Welt nicht bestehen können.
