Ein poetisches Essay in Bildern von berauschender Schönheit, getragen von der unerbittlichen Anklage gegen die Logik der profitbestimmten Fortschrittlichkeit. Ein Plädoyer gegen sogenannte Entwicklungshilfe in Ägypten und anderswo.
Der Film schildert die Bedeutung und die Funktion des Nils für die Anwohner. So wird auch gezeigt mit welchen Schwierigkeiten der Assuan-Damm zu kämpfen hat. Sowjetische Wissenschaftler haben diesen Staudamm gebaut, der nun nach 10 Jahren statt der vorgesehenen 500 Jahren verschlammt, und die Turbinen sowie die Turbinenschächte verstopft. Zwar sind die Dörfer am Nil elektrifiziert, aber der Naturkreislauf wurde für immer zerstört. Eine ungeheure Landflucht setzte von den Menschen, Vögeln und Fischen ein.
Das wahrhaftige Wort des klugen Bauern aus dem grünen Tal des großen Flusses nach der Befreiung von seiner irdischen Hülle bei der Rechtfertigung seiner Lebenstaten durch den KA vor der jenseitigen Halle der wahren Gerechtigkeit um im Munde der Menschen gepriesen zu werden. A-Wahed Askar schreibt: Die Zeiten sind vorbei, in denen der Dritten Welt mit einem Film geholfen werden konnte. Der heutige Zuschauer ist gesättigt mit einer Menge exotischer Bilder, seien sie traurig, brutal, ruhig oder schön. Die Zuschauer sind müde und verzweifelt, weil ihre eigene Situation nicht mehr die beste ist. Dritte-Welt-Filmemacher machen Filme über die Dritte Welt, um zu informieren. So bringt man Leid zum „großen Leid“ noch dazu. Die Ausbeutung läuft weiter! Das Chaos läuft weiter, bei dem die nationalen Oberschichten immer dazu beigetragen haben, das Elend zu vergrößern und die natürlichen Systeme durcheinander zu bringen. Wie kommt es überhaupt dazu, daß es in Afrika Hunger gibt? In einem Kontinent, der groß und reich ist und viele Rohstoffe besitzt? Und in den Industrieländern werden Nahrungsmittel tonnenweise vernichtet: ein Dritte-Welt-Land, das eine große Kultur hatte, – und warum steht es heute in seinem Chaos so hilflos da? Der Filmemacher aus der Dritten Welt muß auf technischen Aufwand verzichten und den traditionellen Film, wie er bis heute gelehrt wird, in eine neue Form bringen – eine Art Essay in Bildern. So betrachte ich meine Heimat von einer Seite, die mystisch ist, nicht-wissenschaftlich, nicht-philosophisch. Der Bauer ist der Anfang und das Ende dieser Geschichte. (EZEF Fernsehtips, Nr.75)
