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Vergessenen, Die

Los Olvidados

Bunuels berühmter Spielfilm über Kinder und Kriminelle, Jugendliche und kaputte Typen in den Slums von Mexiko City. Ein surrealer Protest gegen jede harmonisch-beschwichtigende Deutung menschlicher Existenz.

Schauplatz des Films ist Mexiko City, im Jahre 1950, schon damals eine schnellwachsende Millionenstadt mit Elendsvierteln. Jaibo ist Anführer einer Bande von Halbstarken, die sich in den Slums von Mexiko City mit Stehlereien und Gaunereien durchschlägt. Ein blinder Bettler wird von den Jungen grausam gequält und später sogar getötet.

Die ungeschminkte Schilderung der Schattenseiten der Großstadt Mexiko City, wo zerlumpte, verwilderte Kinder zu Verbrechern oder zu ärmlichen, am Rande der Zivilisation dahinvegetierenden Existenzen heranwachsen. Erzieherische und soziale Fragen werden zwar berührt, sind jedoch nicht Hauptinteresse Buñuels, der auf künstlerisch hohem Niveau ein beklemmendes Stück Wirklichkeit abbildet. Aus dem in seinem hautnahen Realismus betroffen machenden Film ist die These ableitbar, daß sich die moralischen Verhältnisse nur ändern lassen, wenn die sozialen Bedingungen verbessert werden. (Alternativtitel: „Los Olvidados“)

Quelle: Lexikon des internationalen Films 2000/2001 (CD-ROM)
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