Ein alter Ire blickt zurück auf eine Polarexpedition des Jahres 1905 und präsentiert als Beweis „zum ersten Mal“ die dabei entstandenen Filmaufnahmen. Alles Fiktion: In Wahrheit hat der Regisseur die Aufnahmen im Amsterdamer Filmarchiv ausgegraben und mit erfrischender Respektlosigkeit neu montiert. „Die verbotene Expedition“ ist eine Filmfabel, die riesigen Spaß macht und schelmisch nachweist, dass Film nicht immer Wahrheit sein muß.
1941 taucht in einem irischen Fischerdorf ein Schiffsbauer auf, der behauptet, einziger Überlebender einer geheimen Südpolexpedition zu sein. J.C. Sullivan hatte 1905 auf der „Hollandia“ angeheuert, ohne zu wissen, wohin die Reise geht. Der Südpol war zu dieser Zeit noch kaum entdeckt und man schenkte ihm daher wenig Glauben. Aber Mr. Sullivan hat Beweise: atemberaubende Filmdokumente aus dem ewigen Eis.
„Die verbotene Expedition“ ist ein Spielfilm, der sich als Dokumentarfilm camoufliert. Die Aufnahmen der Polarexpedition, die Peter Delpeut, Mitarbeiter des „Niederländischen Filmmuseums“ im dortigen Archiv fand und die von den Nordpolexpeditionen Amundsens, Scotts und Shakletons stammen, benutzt er, um eine klassische Abenteuergeschichte im Stil von Edgar Allan Poe oder Jules Verne zu erzählen. Joseph O’Connor in der Rolle des Mr. Sullivan verleiht dem Bericht des Überlebenden eine überzeugende darstellerische Präsenz, die das Dokumentarmaterial im fiktiven Sinne nochmals beglaubigt: „Meine Augen werden vergessen“, sagt er, „nichts vergessen wird aber das Auge der Kamera.“
