Eisenstein konnte seinen Film über Mexiko nie vollenden. Mit Marie Setons Schnittfassung des vorhandenen Materials entstand ein Torso, der faszinierender ist als viele vollendete Werke.
1932 musste S.M. Eisenstein die Arbeiten zu seinem ehrgeizigen Mexikofilm abbrechen und kehrte ohne das bereits gedrehte Filmmaterial in die Sowjetunion zurück. „Que Viva Mexiko“, ein monumentales Epos über die Kultur und Geschichte des Landes, blieb unvollendet.
Die Regisseurin Marie Seton war eine Mitarbeiterin Eisensteins. Schon 1939 hatte sie nach ihrer Rückkehr nach Moskau 5000 Meter des Filmmaterials gekauft und daraus dann den Film „Unter Mexikos Sonne“ montiert, in dem sie bemüht war, den Ideen Eisensteins gerecht zu werden. Ihre Zusammenstellung zeigt nur einen kleinen Teil der unmontierten Aufnahmen und vermittelt einen unvollständigen Eindruck von den Intentionen des Regisseurs, hinzu kommen Veränderungen in der deutschen Fassung, die das Gesamtbild erheblich verzerren. (fd 12 425)
