Vom Maracaibo-See bis zum Orinoco-Delta: ein Dokumentarfilm aus dem „revolutionären“ Venezuela über die Rolle des Öls vor dem Hintergrund der Selbstbestimmung von ÖlarbeiterInnen und der indigenen Bevölkerung. Trotz aller Rhetorik gegen Neoliberalismus sind unter Hugo Chavez die ökonomischen Beziehungen mit multinationalen Konzernen in der Erdölförderung und -verarbeitung enger geworden.
Der Film geht den sozialen Kosten auf den Grund, die auch in Venezuela von Mensch und Umwelt getragen werden müssen.
Was ist die globale?
Von Venezuela bis Südafrika, von China bis Marokko zeigt sich eine widersprüchliche Wirklichkeit: Ausbeutung und Unterdrückung, Krieg und Konzernherrschaft, Kontrolle und Prekarisierung. Aber auch: Alternativen, Engagement und Widerstand, Hoffnung und Utopie. – Um dieser Wirklichkeit in ihrer Komplexität ein öffentliches Forum zu bieten, schloss sich im Frühjahr 2003 eine Gruppe politisch engagierter BerlinerInnen zusammen und rief die „globale – das globalisierungskritische Filmfestival“ ins Leben. Seit fünf Jahren findet das Festival jährlich in Berlin statt und hat sich mittlerweile zu einer Plattform des politisch motivierten Films und zu einem Treffpunkt für unabhängige Filmemacher und Medienaktivisten entwickelt.
Für die globale stellt der Dokumentarfilm das zentrale Element dar, um Realitäten abzubilden und um durch ihn politischen und sozialen Themen eine kritische Öffentlichkeit zu verschaffen. Das Festival soll eine Bühne für Menschen sein, die aufgrund medialer Ausgrenzung selten öffentlich zu Wort kommen.
Die globale will mehr als ein Filmfestival sein. Sie versteht sich als Teil der weltweiten sozialen Bewegungen und ist lokal und international mit diversen politischen Gruppen vernetzt. Zu ausgewählten Themen werden FilmemacherInnen und AktivistInnen zum Gespräch eingeladen. Gesellschaftlich engagierten Gruppen bietet das Festival eine Schnittstelle zur Öffentlichkeit an.
Auch das Allerweltskino als Initiative der Eine-Welt-Bildungs- und Kulturarbeit sieht Kino als Raum kritischer Öffentlichkeit und Filme als ein Medium, das eine wichtige Rolle im Prozess der kollektiven Auseinandersetzung mit Themen wie Arbeits- und Lebensbedingungen, Migration und Rassismus, Ausbeutung von Umwelt und Ressourcen einnehmen kann.
Aus diesem Grund freuen wir uns als Nachspieler der globale07 in Köln, ausgewählte Dokumentarfilme präsentieren zu können, die wegen der Themenwahl und/oder Produktionsbedingungen kaum eine Chance haben, ins Kino zu kommen.
Auch in Köln soll die globale07 ein Diskussionsforum und eine Einladung zu gemeinsamer Reflexion sein. Aus diesem Grund bieten wir lokalen Initiativen, Gruppen und Organisationen, die zu den in den Filmen behandelten Themen arbeiten, die Möglichkeit, sich auf der globale zu präsentieren … – Wir freuen uns auf Ihre Teilnahme und auf den im Kinosaal stattfindenden regen Austausch von Erfahrungen und Gedanken.
Kontakt: Karin de Miguel Wessendorf
E-Mail: karin.de-miguel@allerweltskino.de

