Ein impressionistischer Kurzfilm über einen Ort in Burkina Faso, Afrika. Hierher stammt Salif, der Ehemann von Britta Wandaogo, hier lebt die eine Großmutter ihres gemeinsamen Kindes, Kaddi, und hier leben auch immer noch seine Freunde und Verwandten. Also gibt es das wirklich, denkt der Betrachter, dieses afrikanische Dorfleben aus dem Bilderbuch, tiefschwarze, langgezogene Menschen, die in ihren farbenfrohen, wehenden Gewändern so kontrastreich auf endlosen, staubtrockenen Landschaftsebenen versinken.
Aufgebrochen wird der Film aber durch die Interviews mit den Cousins Salif und Azize, die vor einer blaugeblümten Wand ihre orange-afrikanische Sicht auf die westlich geprägte Welt werfen, eine Lebens-Philosophie mit grösster Eingängigkeit verströmen. Das kindliche Staunen der Europäerin hinter der Kamera über unbekannte Weisheiten öffnet die Tür in eine private Welt, die vordem nicht real existiert zu haben schien. Das Quasi-Afrika der Fernsehphantasien entpuppt sich heilsam als überklare Anwesenheit von Bewusstsein.
