In diesem fiktiven Dokumentarfilm besucht der Regisseur des Filmes „Wo ist das Haus meines Freundes?“ (allerweltskino vom 27.10.92) das Dorf, in dem dieser Film entstanden ist. Da das Gebiet wenige Tage zuvor von einem Erdbeben heimgesucht worden ist, ist er nicht sicher, dass er die mitwirkenden Kinder lebend wiederfindet. Überall trifft er auf Menschen, die in den Trümmern darangehen, ihre Häuser neu aufzubauen – ein unpathetisches Hohelied der Hoffnung.
1990 erschütterte ein schweres Erdbeben den Norden Irans. Vier Jahre zuvor hatte der Regisseur des Films in dieser Region den poetischen Kinderfilm „Wo ist das Haus meines Freundes?“ gedreht. Er machte sich sofort nach der Katastrophe auf, um nach seinen beiden kleinen Hauptdarstellern zu suchen.
Diese Reise durch das Katastrophengebiet und dessen verwüstete Ortschaften inspirierte ihn zu einem semidokumentarischen Spielfilm, in dem ein Vater mit seinem Sohn, der Erwachsene ist Regisseur, nach den beiden Kindern sucht.
Entstanden ist ein zutiefst humaner Film, der von der Hoffnung auf ein Morgen lebt und der Natur des Menschen die Zuversicht zuschreibt. Trotz des ernsten Themas ein mitunter heiterer Film, der Mut machen will und durch den liebevollen Umgang der beiden Hauptdarsteller miteinander überzeugt.
Quelle: Lexikon des internationalen Films 2000/2001 (CD-ROM)
