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TSOTSI

TSOTSI

“Tsotsi” ist 19, schwarz und im Ghetto von Soweto ohne Chance. Er macht seinem Namen (“Tsotsi” ist das Slangwort für “Gangster”) alle Ehre. Vor allem auf die sozialen Aufsteiger hat er es bei seinen Raubzügen abgesehen. Als er eine Frau anschießt, um deren BMW zu stehlen, läuft die Sache schief: Auf dem Rücksitz des Wagens liegt das Baby der Frau. Und zum ersten Mal in seinem Leben bekommt Tsotsi eine Ahnung davon, was eine “unschuldige” Kindheit sein könnte, ja was seine Kindheit hätte sein können. Tsotsi, der harte Gangster, beschließt, für das Kind Verantwortung zu übernehmen. Für ihn eine sehr große Aufgabe …
Der Darsteller des Tsotsi, Presley Chweneyagae, der sein Handwerk auf den Bühnen von Township-Theatern lernte, “schafft es mit erstaunlicher Präsenz, seiner auf den ersten Blick abstoßend bestialischen Figur eine tiefe Authentizität und sogar Menschlichkeit zu verleihen, wenn er die Fassade der Abgebrühtheit angesichts der Hilflosigkeit des Babys wie ein Kartenhaus zusammenbrechen lässt.” (film-dienst 9/2006)

“Oscar” für den besten fremdsprachigen Film 2006