Dokumentarfilm über die Tonverarbeitung und die Herstellung von Gerätschaften in der afrikanischen Volksrepublik Benin. Er will verdeutlichen, wie Zivilisationsware die gewachsenen Traditionen zerstören kann, und setzt sich für den Erhalt des selbstgetöpferten Geschirrs und der tönernen Musikinstrumente ein. Da die Herstellung dieser Gefäße und der tägliche Umgang mit ihnen zu den Obliegenheiten der Frauen gehört, ist der Film auch ein Dokument über ihren Alltag.
Quelle: Lexikon des internationalen Films 2000/2001 (CD-ROM)
„Ton und Töne“ befaßt sich schwerpunktmäßig mit Wasser und Töpferei und ist somit ein Film über Frauen; denn in Westafrika ist die Töpferei und die Versorgung mit Wasser hauptsächlich Frauenarbeit.
Die Töpferei ist eines der ältesten Handwerke zur Herstellung von Gefäßen. Ich beobachte den alltäglichen Umgang mit Wasser und Gefäßen. Für mich ist die Töpferei der Ausdruck einer traditionellen Lebensweise und Produktionsform, die in Auflösung begriffen ist. Diese Entwicklung stelle ich nicht mit Worten und Statistiken dar, sondern drücke sie in Bildern aus. Die Bilder atmen durch den ihnen eigenen Rhythmus ein anderes Lebenstempo. Sie bringen uns visuell und nicht theoretisch andere Wertsysteme und Verhältnisse nahe. (…).
Der Text des Films basiert auf den Gesängen der beiden Griots (Geschichtenerzähler).
Der Sprecher des Films zitiert in Auszügen diese Gesänge.
Der Film „Ton und Töne“ ist im Norden der Volksrepublik Benin an den Flüssen Niger und Sota gedreht worden. Er ist in den zwei Jahren, die ich dort lebte, entstanden. Die Drehorte befinden sich in 30 km Umkreis von Malanville, meinem ehemaligen Wohnort.“
(Marlene Dittrich-Lux)
