Steppe und Wald, eingerahmt von schneebedeckten Bergen im Hintergrund und kristallklarem, blau fließendem Wasser im Vordergrund, bilden den Lebensraum für das Volk der Darkhad und Sojon Urijanghai, zwei ethnische Minderheiten, deren Lebensrhythmus durch Jagd, Viehzucht, schamanistische Opfergaben und Standortwechsel geprägt ist. In 38 Episoden unternimmt der Film eine Reise in den Alltag einer fremden Kultur.
Ein zeitlich ausufernder „Reisefilm“, der die Yak- und Rentier- Nomaden im nördlichen Land der Mongolen auf ihrem Weg vom Sommer- ins Winterlager begleitet. Er fasziniert durch die spannenden „Selbstinszenierungen“ der Völker, die ihre eigene Geschichte erzählen, das, was vergessen oder vergangen
ist, sich verändert hat. Die Bilder strahlen Suggestivkraft aus, ihre Harmonie verzaubert. Ein insgesamt bemerkenswertes ethnografisches Dokument, das aber seine in 38 Kapitel strukturierte Materialfülle ohne sonderliches Konzept
aneinanderreiht, so dass Interesse und Anteilnahme zunehmend erschwert werden.
Quelle: Lexikon des internationalen Films 2000/2001 (CD-ROM)
