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Tabu

Tabu

Die Geschichte des Liebespaares Reri und Matahi auf der Südseeinsel Bora Bora. Dort gedreht und ohne Happy-End erzählt – als dezentes Gerüst für mythische Urbilder, die durch das dokumentarisch-objektive Abbild der Wirklichkeit durchscheinen.

Das Mädchen Reri von der Südseeinsel Tahiti wird unvermittelt aus kindlichen Spielen und Jugendträumen gerissen und für das Amt der Priesterin bestimmt.
Sie wird mit einem Tabu belegt, das heißt nach altem religiösem Brauch den Göttern geweiht. Ein junger Mann begehrt sie für sich und entführt sie aus dem Heiligtum. Doch ihre Liebe endet tragisch. Eine außergewöhnliche poetische und stimmungsstarke Mischung aus Spielfilm und ethnografischer Studie, einfühlsam und taktvoll. Während der Dreharbeiten zu dem gemeinsam projektierten Film schied Flaherty wegen Meinungsverschiedenheiten aus; Murnau gab in seiner letzten Regiearbeit der Spielhandlung ein größeres Gewicht als ursprünglich geplant.

Quelle: Lexikon des internationalen Films 2000/2001 (CD-ROM)