Swetlana ist sechzehn. Vor drei Jahren erhielten ihre Eltern die langersehnte Genehmigung, als russlanddeutsche Aussiedler nach Deutschland zu kommen. Doch auch hier ist das Leben nicht einfach. In Russland waren sie die “Faschisten” und hier nennt man sie “Ruskis”.
Der Film erzählt von den zaghaften Schritten Swetlanas, sich von ihrem Elternhaus und ihrer Vergangenheit in Russland loszulösen.
Ein Film über Identität, Freiheit und übers Erwachsenwerden.
Swetlana (Sweta) ist sechzehn Jahre alt, und die Welt ist ihr zu eng. „Die Welt“, das ist für sie Duisburg, eine Stadt, in der sie kaum mehr kennt als das Wohnheim, in dem sie mit den Eltern bis vor kurzem gelebt hat, die Hauptschule, in der sie die neunte Klasse besucht, und der „Keller“, ein düsterer Raum mit einer kleinen Luke nach außen, der für sie Heimat ist, weil sie dort ihre Freunde trifft – Russlanddeutsche wie sie.
Swetlanas Eltern sind entschlossen, sich und ihren Kindern in der neuen Heimat ein Leben aufzubauen. Als sie schließlich eine kleine Wohnung in der Maxstraße gefunden haben, scheint der erste Schritt zu einem normalen Leben getan.
Nur Swetlana ist nicht glücklich. Sie ist hin- und hergerissen in ihren Gefühlen zu Artur, der wie sie aus Russland kommt und in Deutschland immer mehr den Boden unter den Füßen verliert. Sie fühlt sich aber auch – ohne es wahrhaben zu wollen – zu Said hingezogen, ihrem marokkanischen Nachbarn, der für sie eine neue und fremde Welt verkörpert.


