Zwischen 1863 und 1904 wurden rund 60.000 Bewohner von den Südseeinseln zwangsweise nach Australien verbracht, um dort die Zuckerplantagen aufzubauen. Ihre Nachkommen streben heute die Anerkennung als ethnische Minderheit an und machen sich auf die Suche nach ihren Ursprüngen.
Nur wenige wissen, daß sich die australische Zuckerindustrie auf den Schweiß von Männern und Frauen gründet, die von den Inseln des Südpazifiks gelockt oder gar gekidnappt wurden. Sugar Slaves ist die Geschichte dieser Arbeiter.
Zwischen 1863 und 1904 wurden rund 60.000 Inselbewohner in die Kolonie Queensland verbracht, wo sie schufteten, um die Zuckerplantagen des australischen Nordens zu errichten. Nachdem die Politik des „Weißen Australien“ etabliert wurde, wurden die meisten deportiert. Einigen tausend wurde gestattet, zu bleiben. Heute leben in Nord-Queensland 20.000 ihrer Nachfahren.
1994 gewannen diese australischen Inselbewohner Anerkennung als besonderen ethnische Minderheit. Nun fangen diese Inselbewohner an, ihrer Geschichte nachzuforschen und ihre lange verlorenen Verwandten in Vanuatu, den Solomon Inseln und in anderen pazifischen Nationen zu aufzuspüren.
Diese einzigartige Gemeinschaft – die einzige bedeutsame schwarze Einwanderergruppe in Australien – bringt nun endlich die kaum bekannte Geschichte der australischen Zuckersklaven ans Licht.
