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Strom, Der

The River

Die Geschichte der ersten Liebe dreier Mädchen zu einem kriegsversehrten Amerikaner bildet den Rahmen für einen poetischen Film über Indien und die am und mit dem Ganges lebenden Menschen.

Drei heranwachsende Mädchen in einer kleinen britischen Gemeinde am Ufer des Ganges erleben auf unterschiedliche Weise die erste Liebe zu einem kriegsverletzten Offizier, der am Ende abreist, ohne sich für eine von ihnen zu entscheiden. Ein poetischer Film, dessen hervoragende Kamera den Strom als ein Symbol der Kontinuität des Lebens in die undramatische Handlung einbezieht.
Satyajit Ray, der bei den Dreharbeiten assestierte, wurde durch Renoirs Stil beeinflußt. (fd 1 874)

Vielleicht lässt sich alles, was über „Der Strom“ gesagt werden kann, dahingehend zusammen fassen, dass der Film umso schwächer ist, je stärker die Handlung im Vordergrund steht, und umso stärker, je deutlicher er Indien zeigt – wobei nicht außer Acht gelassen werden darf, dass Vereinfachung fast immer auch Ungerechtigkeiten in sich bergen. So gibt es selbstverständlich im „Strom“ auch Handlungsszenen, die von seltener Köstlichkeit und Abgerundetheit sind. Trotzdem beruht der Wert des Films darin, dass er Indien , dass er den Ganges und die an seinen Ufern lebenden Menschen zeigt, wie es besser noch nie einer Filmkamera gelang, wobei auch die Farbe einmal wirklich ihre Bestimmung gefunden hat, wobei gerade sie das großartige Landschaftserlebnis vermittelt und entscheidend zur Trägerin von Stimmung und Handlung wird.
(nm-31-10-03)