Nach der Schule treffen sich die Mädchen und Jungen in einem westafrikanischen Dorf auf der Straße. Hier spielen sie, streiten und versöhnen sich. Der Film voller Rhythmus und Lebensfreude zeigt den Alltag der Kinder…
Nach der Schule versammeln sich die Kinder zu fröhlichem Spiel auf der Straße. Sie machen Musik auf selbstgebastelten Instrumenten, und sie singen und tanzen dazu. Heute gehört die Straße den Kindern! Die Ermahnungen der Erwachsenen, mit dem „Unsinn“ aufzuhören und sich an ihre Arbeit zu machen, unterbrechen nur für kurze Zeit das muntere Treiben: Einige verkaufen ihre Instrumente an Touristen, andere helfen bei der Herstellung von Speisen. Ein kleines Mädchen macht unter Aufsicht ihres Vaters ihre Schulaufgaben. Aber immer wieder fallen den Kindern kleine Tricks ein, um die Erwachsenen zu überlisten. Und im Erfinden immer neuer Spiele sind sie große Meister! Mit Inbrunst spielt eine Gruppe von Jungen „Exerzieren“, und die Mädchen sparen nicht mit Applaus. Andere probieren ihre selbstgebauten Spielzeuge aus, wieder andere raufen sich zum Spaß und freuen sich über das Gezänk ihrer Mütter. Und alle die kleinen Alltagsszenen werden verbunden von der Melodik und Rhythmik der Musik, die am besten das Lebensgefühl der Kinder zum Ausdruck bringt.
Der kleine Film vermittelt eine unverstellte Heiterkeit und Leichtigkeit im Leben dieses westafrikanischen Dorfes. Sogar die Interventionen der Erwachsenen wirken nicht ganz ernst gemeint. Fast könnte der Zuschauer den Eindruck gewinnen, als seien die Sorgen und Probleme der Menschen mit Absicht ausgespart worden. Und Kinder wollen fröhlich sein! So gesehen ist der Film ein Plädoyer für die Rechte der Kinder auf ein Leben ohne Sorgen, auf Spiel und Eigenständigkeit. Es wäre ein Fehler, diese Rechte nicht auch für Kinder in Entwicklungsländern einzufordern, Rechte, die für das Leben aller Kinder auf dieser Welt gültig sind, aller Armut und allen Entbehrungen zum Trotz!
