Im Mittelpunkt des Films steht Mae Gil, Kultpriesterin und Heilerin einer afro-brasilianischen Religionsgemeinschaft im Slum der nordbrasilianischen Stadt Recife. Ihre Lebenswelt, religiöse Feste, Heilungen und spirituelle Beratung werden auf dem Hintergrund ihres Alltags und des sozialen Lebens dieser Gemeinschaft dokumentiert.
Mittelpunkt des Films ist die Heilerin und Priesterin Mae Gil (Gilvanete Dornelas da Silva) und die Beschreibung ihres Alltags. In ihrem Haus, das ihr zugleich als Kultstätte dient, lebt und arbeitet Mae Gil. Sie trägt die Verantwortung für die Leute ihrer Gemeinschaft, die fast alle im engeren Umkreis wohnen. Arbeit, soziales Leben, religiöse Kulte, Heilungen, spirituelle Beratungen und Handlungen sind Inhalt dieses Films.
Nach einer Antwort suchend, welche innere Motivation zu meinen vier Lateinamerikafilmen geführt hat, fand ich eine unerwartete, vorläufig auch einfache Antwort: vielleicht ist es die Sehnsucht an einer anderen Lebensart teilnehmen zu können, an einem ungeteilteren Leben als dem unseren. Mittelpunkt des Films ist Mae Gil Jannete Darnela Da Silva, eine Priesterin und Heilerin einer afro-brasilianischen Religionsgemeinschaft. Das Haus von Mae Gil liegt nahe vom Meer, in einem Gebiet, das bis vor kurzem kaum oder nur durch „Slum“-Häuser besiedelt war. Der nahe Strand und der unaufhaltsame Ausbau des Nobelquartiers „Boa Viagem“ bei Recife führt dazu, daß die „Slum“-Bewohner durch die Überbauung mit Wohnblocks und Villen verdrängt werden. Nicht dies aber ist der Inhalt des Films, sondern alle Bereiche des Lebens, die durch die Ausübung dieser Religion ungeteilterfasst werden: Kultur, Arbeit, soziales Leben, religiöse Kulte, Feste, spirituelle Beratungen und Handlungen.
