Saigon in den frühen fünfziger Jahren. Während die Untergrundkämpfer der Vietminh die französische Kolonialmacht bekämpfen, ziehen hinter den Kulissen bereits erste CIA-Agenten ihre Fäden. Noch hat der alternde britische Korrespondent Fowler – der soeben seinen dritten Frühling an der Seite der schönen Phuong erlebt – keine Ahnung, dass sein neuer Freund, der angebliche Entwicklungshelfer Alden, auch für diese berüchtigte „Agentur“ arbeitet. – Mit seiner Verfilmung des gleichnamigen Romans von Graham Greene hat Regisseur Phillip Noyce großes, tragischen Kino über die Anfänge der US-Verstrickung in den Vietnam-Krieg abgeliefert. Die Produktionsfirma Miramax hielt den Film über ein Jahr unter Verschluß, um Parallelen zur aktuellen „neuen“ außenpolitischen Doktrin der USA möglichst nicht sichtbar werden zu lassen.
„Der stille Amerikaner“ ist eine dramatisch-poetische Liebesgeschichte und zugleich ein spannender Thriller vor dem Hintergrund des frühen Engagements der Amerikaner in Vietnam. Saigon ist magisches Zentrum der Handlung, Ort erfüllter Sehnsüchte für den erfahrenen aber desillusionierten Times-KorrespondendenThomas Fowler (Michael Caine), und Ausgangpunkt seiner Mission in Vietnam für den jungen Amerikaner Aiden Pyle (Brendan Fraser). Zwischen ihnen steht die zarte, geheimnisvolle Phuong (Do Thi Hai Yen), Geliebte von Fowler und vielleicht zukünftige Ehefrau von Pyle.
Regie führte der Australier Philipp Noyce, der sich mit erfolgreichen Hollywoodfilmen einen internationalen Namen gemacht hat, aber jüngst auch den Filmkunsterfolg „Rabbit Proof Fence“ (deutscher Titel „Long Walk Home“, Allerweltskino am 15./16. Juni 2004) gedreht hat. Der Roman „Der stille Amerikaner“ war lange auf seiner Wunschliste, als ihm die Regie angetragen wurde.



