Im Jahr 1992 beschloss der chinesische Volkskongress, den Drei-Schluchten-Staudamm am Yangzte zu errichten. Eine Entscheidung mit fatalen Folgen für Umwelt und Bevölkerung, denn dem wirtschaftlich motivierten Projekt mussten viele Städte und Dörfer weichen. Auch die Altstadt von Fangije, wo der Bergmann Ming-Han und die Krankenschwester Shen-hong früher lebten, wird dem Bauvorhaben zum Opfer fallen. Während die beiden Protagonisten in ihren Heimatort zurückkehren, um dort ihre verbliebenen Ehepartner zu suchen, sind die Abrissarbeiten bereits voll im Gange. Die gewaltige Strömung des Flusses überflutet die alten Straßen und reißt Teile der vertrauten Vergangenheit mit – und definiert die zwischenmenschlichen Beziehungen neu.
Mit stimmungsvollen Bildern erzählt der Regisseur in seinem Drama die Geschichte zweier Menschen und ihrer Entwurzelung vor dem Hintergrund des gesellschaftlichen Wandels in China. – “Goldener Löwe” der 63. Filmfestspiele in Venedig 2006.

