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Sometimes happy, sometimes sad

KABHI KHUSHI KABHIE GHAM

Zum Ende des Jahres noch einmal großes indisches Kino, mit allem was dazu gehört: Geschichten von Liebe und Verrat, Glück und Verzweiflung, Sehnsucht und Verlangen in farbenprächtigen Bildern mit furios choreografierten Tänzen und betörenden Gesangs-einlagen… – Die einst so glückliche Familie Raichand ist entzweit; der älteste Sohn Rahul widersetzt sich der für ihn arrangierten Heirat. Er hat sich nämlich in die nicht standesgemäße, quirlige Anjali verliebt. Sein despotischer Vater Yash verstößt ihn daraufhin, und Rahul beginnt mit Anjali ein neues Leben in London. Viele Jahre später hat die Mutter den Verlust ihres ältesten Sohnes noch immer nicht verwunden, und die Familie Raichand droht nun gänzlich auseinanderzubrechen. Daraufhin macht sich der jüngere Sohn Rohan auf die Suche nach seinem großen Bruder, um die Familie wieder zu vereinen. – Die Geschichte ist Spiegelbild des modernen Indiens: Eine Familie zerrissen zwischen starren Traditionen und nach Freiheit verlangenden Gefühlen. „Sometimes happy, sometimes sad“ hielt sich über sechs Monate in den indischen Kinos und war in vielen anderen Ländern ein Riesenerfolg. Kein Wunder, denn in diesem Film versammeln sich die sechs hochkarätigsten und bekanntesten indischen Schauspieler aus drei Generationen.
Rund 1.000 Filme entstehen jährlich in den großen Filmstudios in Indien, das ist weit mehr als in Hollywood jährlich produziert werden, nämlich rund 600 bis 700. Dennoch spielen indische Filme auf dem europäischen Filmmarkt, verglichen mit den Produktionen aus Hollywood, keine Rolle. Dabei bringen die indischen Werke mit viel Eleganz und opulenter Ausstattung einen Charme auf die Leinwand, die im Hollywood-Kino seit den Zeiten Fred Astaires und Ginger Rogers nicht mehr existiert. Indisches Kino muss den erbärmlichen Lebensbedingungen des größeren Teils der Bevölkerung eine Phantasiewelt entgegensetzen, in der materielle Nöte oder Erwerbsarbeit nicht vorkommen. Diese Welt wird von den indischen Filmschaffenden mit enormem Aufwand, Erfindungsreichtum und Phantasie geschaffen. Die handwerklichen Mittel dazu sind Farbenpracht, aufwendige Ausstattung, die schönsten Darsteller, unvergessliche Tanz- und Gesangszenen und Geschichten, die in jedem Fall ans Herz gehen. Eine Welt, in der sich auch die deutschen Kinozuschauer zusehends wohler fühlen.

Nandini und Yash Raichand (Jaya und Amitabh Bachchan) haben in frühen Jahren ihrer glücklichen Ehe den kleinen Rahul (Shah Rukh Khan) zu sich genommen und adoptiert. Rahul ist Nandinis ganzer Stolz, und schon bald beschließt die glückliche Familie nie mehr auch nur einen Gedanken daran zu verschwenden, dass Rahul
nicht leiblicher Sohn der Raichands ist. So erfährt auch Rohan (Hrithik Roshan), sein später geborener kleiner Bruder der das Familienglück perfekt macht, nichts davon.
Nach seinem Studium in London kehrt Rahul nach Indien zurück, um das Familienimeperium der Raichands zu übernehmen. Er trifft hier nun auch nach vielen Jahren seine Jugendliebe Naina wieder. Sie gehört wie eine Tochter zur Familie der Raichands, weshalb Yash auch beschließt, dass Rahul und Naina heiraten sollen, um das Raichand-Erbe standesgemäß zu sichern. Rahul weiß jedoch nichts von den Plänen seines Vaters. Als er eines Tages durch Chandini Chowk, einen ärmerer Stadtteil Delhis, fährt, trifft er unvermittelt auf die quirlige, freche Anjali (Kajol). Sie ist die Nichte der Hausdame der Familie Raichand, und da sie erst nicht weiß wen sie
vor sich hat, geht Anjali sehr unbefangen mit Rahul um. Er ist von ihrer Natürlichkeit fasziniert und verliebt sich sofort in sie. Als Anjali jedoch erfährt, dass Rahul der Sohn der wohlhabenden Raichands ist, distanziert sie sich ein wenig von ihm.
Erst bei einem gemeinsamen Jahrmarktsbesuch kommen sich die beiden näher. Kurz darauf eröffnet Yash seinem Sohn Rahul, dass er alles für eine Hochzeit mit
Naina arrangiert habe. Verwirrt gesteht Rahul daraufhin seinem Vater, dass er dazu nicht bereit sei, da er Anjali liebt. Yash macht Rahul jedoch unmissverständlich klar, dass er eine Verbindung zwischen seinem Sohn und einer nicht standesgemäßen Frau nicht toleriert. Er fordert von Rahul Loyalität ihm, seinem Vater, und den
Familientraditionen gegenüber. Verunsichert macht sich Rahul auf den Weg, um Anjali seine Situation zu erklären und sich von ihr zu trennen. Doch als er nach Chandini Chawk kommt, wird er Zeuge einer großen Trauerfeier; Anjalis Vater ist plötzlich verstorben. Zerrissen zwischen Ehrfurcht vor seinem Vater und seiner Liebe
zu Anjali trifft er eine folgenschwere Entscheidung: er steht zu seiner Liebe, und wendet sich damit gegen seine Familie. Heimlich lassen sich Anjali und Rahul verheiraten. Als er um Vergebung und Anerkennung bittend zu seinem Vater zurückkehrt, weist dieser ihn zurück. Voller Zorn bricht es dann aus ihm heraus: Er hat sich getäuscht, Rahul ist nicht sein Sohn, und hat dies mit seiner Verbindung zu Anjali bewiesen. Yash verstößt seinen Sohn aus der Familie Raichand. Die verzweifelten Versuche von Rahuls Mutter zwischen beiden zu vermitteln sind zwecklos. Gedemütigt verlässt Rahul mit Anjali das Elternhaus, und lässt seine Mutter mit einem gebrochenen Herzen zurück.
Rahuls kleiner Bruder Rohan, der zu dieser Zeit bereits auf einem Internat ist, erfährt nichts von den wahren Gründen des Zerwürfnisses. Er weiß nur, dass Rahul plötzlich mit Anjali verschwunden ist. Als er viele Jahre später in sein Elternhaus zurückkehrt,bemerkt er die Einsamkeit und Kälte die dort eingekehrt ist. Seine Mutter hat sich von seinem Vater zurückgezogen, und quält sich mit ihrer Sehnsucht nach Rahul. Als er dann auch noch erfährt, dass sein Bruder adoptiert wurde und deswegen aus
Schuldgefühl die Familie für immer verlassen hat, will er sich sofort auf die Suche nach Rahul machen, um die Familie endlich wieder zu vereinen. Seine erste Spur führt ihn nach London. Dort trifft er auf Anjalis kleine Schwester Pooja (Kareena Kapoor), die sofort bereit ist ihm zu helfen. Unter einem anderen Namen gibt er sich als Student aus und zieht bei der Familie seines Bruders ein. Rohan erkennt seinen inzwischen erwachsen gewordenen Bruder nicht wieder und ist ihm gegenüber anfangs etwas skeptisch. Doch Rohan gliedert sich immer besserin die Familie ein, und weckt in Rahul die Sehnsucht nach Indien und seiner Familie. Lange kann Rohan aber sein Geheimnis nicht bewahren, und als Anjali und Rahul erfahren wer er ist, sind sie überglücklich, aber doch brechen die alten Wunden wieder auf. Rohan gelingt es nicht seinen Bruder zur Heimkehr zu überreden. Die Demütigung sitzt zu tief.
Rohan gibt nicht auf, und arrangiert hoffnungsvoll mit Hilfe von Pooja ein Wiedersehen der Familie. Er lockt seine Eltern unter einem Vorwand nach London. Ahnungslos treffen sie alle in einem Einkaufscenter aufeinander. Aber nur Nandini
begegnet ihrem Sohn mit unermesslicher Freude, der Vater blockt ihn abermals ab. Er kann noch immer nicht über seine starren Traditionen hinwegsehen und seinem Sohn verzeihen. Verärgert fliegt er nach Indien zurück. Kurz darauf führt der Tod der Großmutter allerdings alle erneut zusammen. Doch erst
nachdem Nandini nun ihrem Mann droht, und ihn für Ihr Leid verantwortlich macht, kommt es zu einer tränenreichen Aussprache zwischen Vater und Sohn. Schließlich schaffen sie es beide über ihren Schatten zu springen, und es kommt zur glücklichen
Versöhnung der Familie.
Regisseur Karan Johar
Mit 25 führte Karan Johar Regie bei seinem ersten Film und schloss damit zu einer jungen Generation indischer Filmemacher auf, die dem indischen Kino ein frisches und modernes Aussehen verliehen. Sein Regiedebüt KUCH KUCH HOTA HAI wurde an
den Kinokassen und bei den Filmkritikern weltweit ein großer Erfolg.
Nach dem Studium der Betriebswirtschaft trieb sich Karan Johar ziellos inunterschiedlichen beruflichen Bereichen herum, bis eines Tages ein alter Schulfreund auf ihn zukam und ihn bat als Berater während der Drehbucharbeiten zu DILWALE DULHANIYA LE JAYENGE zu fungieren. Als Sohn des berühmten Filmproduzenten Yash Johar wurde ohnehin vorausgesetzt das Karan selbst im Filmgeschäft tätig werden würde. Es wurde als selbstverständlich erachtet, das er von seinem Vater die Verantwortung für das Herzstück der Familie übertragen bekam – die Produktionsfirma DHARMA PRODUCTIONS.
Dank seiner Theatererfahrungen auf der Schule und an der Universität und seinem Sprachunterricht leistete Karan einen großen Beitrag während der Dreharbeiten zu DILWALE DULHANIYA LE JAYENGE – ein Beitrag der nicht unbeobachtet blieb. Aditya
Chopra erkannte sein brachliegendes Talent und ermunterte ihn sein eigenes Drehbuch zu schreiben.
Während den Arbeit als Produktionsassisten für seinen Vater schrieb er ein Jahr lang an seinem ersten eigenen Drehbuch KUCH KUCH HOTA HAI. Karan Johars Debutfilm erreichte großen Erfolg und gewann zahlreiche Preise für Regie, Drehbuch und für die Hauptrollen. Derzeit beschäftigt er sich mit dem Drehbuch seinen dritten großen Magnum Opus.
Quelle: http://www.dharma-production.com/k3g/crew1.htm#