Lars von Triers ‘Dogville’ auf iranisch: Irgendwo im Südiran verhaftet die Polizei drei junge Männer in der Wohnung eines verängstigten älteren Mannes. Auf der Wache werden die Vorgänge re-inszeniert. Die Zeitebenen erscheinen verschachtelt, die Geschichte tritt anfangs zurück hinter das reduzierte Bühnenbild: ein grüner Raum, kaum Wände, kein ‘außen’, Darsteller fast ohne Requisiten und Kostüm – und doch entsteht irgendwann ein Sog, und hinter der künstlichen Kulisse wird die existenzielle Not und Perspektivlosigkeit der Protagonisten umso greifbarer.
zu Gast: Abed Abest, geboren 1987 in Bandar Abbas, Iran. Als Schauspieler wirkte er unter anderem in Inszenierungen von Amir-Reza Koohestani und Reza Gouran mit; in Shahram Mokris Film Fish & Cat (Iran, 2013) spielt er die Hauptrolle. ‘Simulation’ war Panorama-Beitrag der Berlinale 2017!




