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Shanghai Serenade

YAO A YAO YAO DAO WAIPO QIAO

Zhang Yimou („Leben!“) enthüllt in seinem neuen Film Shanghai Serenade in opulenten Bildern das dekadente Leben der Mächtigen und Reichen im Shanghai der Dreißiger Jahre. Aus der Sicht eines naiven vierzehnjährigen Jungen vom Lande schildert er das Schicksal der schönen Sängerin Xiao Jinbao (dargestellt von Gong Li), die als Geliebte eines skrupellosen Triaden-Bosses auf gefährlichen Pfaden wandelt

Die aus dem „unschuldigen“ Blickwinkel ihres 14jährigen Dieners geschilderten letzten sieben Tage einer unnahbaren Sängerin und Tänzerin, die sich 1930 für eine Intrige gegen ihren Liebhaber, einen mächtigen Triaden-Boß, einspannen läßt. Hinter der spannenden, prunkvoll und routiniert inszenierten Fabel um Verrat und Sühne offenbaren sich allegorische Bezüge zum China der 90er Jahre.
Zeichen der Hoffnung auf eine bessere Zukunft reiben sich dabei am Bild des ewigen Kreislaufs von Macht, Verführung und Unterdrückung und umschreiben die Austauschbarkeit des einzelnen in der chinesischen Gesellschaft.

Quelle: Lexikon des internationalen Films 2000/2001 (CD-ROM)