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Schöne Blume

NUMAFUNG

Die schöne Numafung lebt in einem entlegenen Bergdorf im majestätischen Himalaya. Ihre Heirat folgt traditionellen Gesetzen, doch bald will sie ihren eigenen Weg gehen und sich den patriarchalischen Strukturen nicht einfach unterordnen…
«Numafung» bedeutet soviel wie «schöne Blume», der Film basiert auf der Erzählung «Karobar ki Gharbaar» von Kajiman Kandangwa. Der liebevoll erzählte, stimmige Film ist nicht nur eine eigenständige nepalesische Produktion, er entstand darüber hinaus in der Limbu-Bergregion, die weit abgeschieden von den Trubeln der Welt gelegen ist und von der gebirgigen Landschaft geprägt wurde.
Nabin Subba, der Regisseur und Autor dieser kleinen feinen Frauenemanzipationsgeschichte, gehört zu den jungen Filmschaffenden im Land, die versuchen, ein eigenständiges Kino im Schatten des alles dominierenden indischen Mainstreams zu etablieren.

Nepal besitzt als eines der ärmsten Länder der Welt zwar eine lebendige Filmindustrie. Einheimische Produktionen zeichnen sich jedoch vorab dadurch aus, dass sie von den indischen Bollywood Extravaganzen kaum zu unterscheiden sind. «Numafung» wird denn auch im Himalaja-Königreich als Meilenstein des nepalesischen Kinos gefeiert. Zum ersten Mal wird im Vielvölkerstaat Nepal eine ethnische Minderheit im Film authentisch dargestellt.

Numafung legt Zeugnis von der erzählerischen Kraft ab und führt uns vor Augen, wie beeindruckend auch kleine Geschichten sein können, wenn sie an ihrem Entstehungsort verwurzelt sind.

Regisseur Nabin Subba, der selber der Gruppe der Limbu angehört, wuchs in Malaysia, Brunei und Hongkong auf, bevor er nach Nepal zurückkehrte und sich einen Namen als Dokumentarfilm-Regisseur machte. Die Limbu sind mongolischer Abstammung und leben zurückgezogen im Osten Nepals – so zurückgezogen, dass bisher kein Limbu Schauspieler geworden ist. Deshalb besetzte der junge und engagierte Regisseur – immer auf Authentizität bedacht – sämtliche Rollen mit Laiendarstellern. Diese stürzen sich denn auch geradezu in ihre Aufgabe und machen mit ihrem Eifer den Film zu einem warmen und humorvollen Erlebnis. Trotz unmissverständlicher Kritik des Regisseurs an einer alten Heiratstradition aus seiner Heimat, vermittelt «Numafung» ein respektvolles Bild der Limbu und ihrer Tradition.