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Schachspieler, Die

Shantranj Ke Kailairi

Ein ostindisches Königsreich 1856: Die Adligen Mir Roshan Ali und Mirza Sajjad Ali sind völlig dem Schachspiel verfallen. Sie vernachlässigen ihre Frauen, und sie sind auch blind für das politische Schachspiel ringsum. Die Frau des einen hat eine Affäre mit ihrem Cousin und ist ganz froh über des Gatten Abwendung; die Ehefrau des anderen fühlt sich vernachlässigt und als Opfer seiner Versessenheit auf ein blödes Brettspiel. Derweil wird der glücklose König von Oudh zur Übergabe seines Reiches an die Engländer gezwungen. Deren General Outram präsentiert in einer Zeremonie absurder Höflichkeit ein Ultimatum.

Satayajit Ray’s erster Film in Hindi (Urdu) und Englisch ist zugleich auch sein erster historischer Film. Dabei benutzt er Erzählmuster des indischen Unterhaltungskinos, des Hindi-Films, und der Shakespeare-Tradition in seiner vielfältig verflochten Verbindung von „comedy and disaster“.