Öffnet in einem neuen Tab

S 21

S21 - THE KHMER ROUGE KILLING MACHINE

Erinnerungen an das kambodschanische Vernichtungslager „S21 Tuol Sleng“ in der Nähe von Phnom Penh, in dem heute ein Museum an die Verbrechen des Pol-Pot-Regimes gemahnt. Der Film dokumentiert den Massenmord und veranschaulicht auch die psychische Vernichtung von Menschen, die dem Terror der Diktatur anheimfielen. Er macht die Geschichte des Vernichtungslagers ebenso wie die Mechanismen der Gewaltherrschaft transparent und sucht durch die Konfrontation mit einstigen Tätern und Opfern nach Wahrheiten. Der Regisseur hat sich in seinem Gesamtwerk immer wieder mit der leidvollen Geschichte seines Heimatlandes auseinandergesetzt und versteht seinen Film als Friedens- und Versöhnungsangebot. (filmdienst).
Bester Dokumentarfilm beim Chicago International Film Festival 2003; Prix Arte.

2005 jährt sich zum 30. Mal die Machtergreifung des Diktators Pol Pot in Kambodscha. Mit seinen ‚Rote Khmer’ genannten kommunistischen Guerillas eroberte er 1975 die Hauptstadt Phnom Penh. Danach versuchte er rücksichtslos, dem Land seine Vorstellung von Kommunismus aufzuzwingen und es in eine archaische Gesellschaft zurückzuentwickeln. Alle echten oder vermeintlichen Widerstände wurden gnadenlos gebrochen: Mehr als drei Millionen Tote forderte sein Völkermord.
An diesem traumatischen Erbe, an Verarmung und Entwicklungsrückstand, zahllosen Landminen und Versehrten leidet das Land auch heute noch. Kambodscha zählt mit durchschnittlich 280 US-$ Bruttosozialprodukt pro Einwohner zu den ärmsten der Welt (Deutschland: 22.670 US-$). Der „Human Development Index“ der Vereinten Nationen nennt Kambodscha an 130. Stelle von 175 Ländern.

Mit der Aufführung dieses Films erinnert das Allerweltskino an das vielfach vergessene Land.