Öffnet in einem neuen Tab

rote Kornfeld, Das

Hong Gao Liang

Ein Dorf im Nordwesten Chinas, Ende der zwanziger Jahre. Ein junges Mädchen sitzt in der Brautsänfte auf dem Weg zu ihrem Bräutigam, dem älteren Schnapsbrenner Li, der angeblich an Lepra erkrankt sein soll. Als der Hochzeitszug das Hirsefeld am Rande des Dorfes passiert, wird er von einem maskierten Räuber überfallen. Ein Sänftenträger setzt sich zur Wehr. Er rettet die Braut und schlägt den Wegelagerer in die Flucht.
Dem Brauch gemäßt verweilt die Braut drei Tage lang bei Li, dann kehrt sie noch einmal zu ihren Eltern zurück. Auf dem Heimweg wird sie ein zweites Mal überfallen. Aber diesmal ist es der Sänftenträger Yu (Jian Wen) – derselbe, der die Braut zuvor gerettet hatte. Der Mann und das Mädchen lieben sich im Hirsefeld.
Bald darauf ist Li spurlos verschwunden. Die Braut, nun zur Witwe geworden, übernimmt die Schnapsbrennerei und heiratet Yu, von dem sie ein Kind erwartet. Die junge Frau widmet sich ihrer neuen Aufgabe mit großem Eifer und hat bald die Arbeiter auf ihrer Seite. Der Betrieb floriert. Neun Jahre später überfallen die Japaner das Land. Das Hirsefeld wird zur Hinrichtungsstätte. Die Besatzer töten alle, die sich ihnen widersetzen, auf grausame Weise. Die Besitzerin der Brennerei, ihr Mann und die Arbeiter des Betriebes entschließen sich zur Gegenwehr. Mit selbstgebauten Sprengsätzen greifen sie die japanische Patrouille an. Ein verzweifelter Kampf entbrennt, der viele Opfer fordert. Yu und sein kleiner Sohn (Liu Ji) überleben als einzige.
(EZEF Fernsehtips, Nr.56/89)