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Reisfeld, Das

NEAK SRÊ

Nach dem Tod eines kambodschanischen Reisbauern muss seine Frau den Erhalt der Ernte sichern und sich zugleich um die sieben Töchter kümmern. Sie ist den Belastungen nicht gewachsen, wird zur Bedrohung für die Kinder und zur psychiatrischen Behandlung in die Stadt gebracht. Die älteste Tochter übernimmt ihren Platz.
Ein bodenständiger Film, der eine archaische Welt und ihre Produktionsbedingungen in einfachen, klaren Bildern vermittelt und sich in seinem Erzählrhythmus ganz auf das bäuerliche Leben einlässt (filmdienst).

Rithy Panhs Film ist eine Parabel über das Leben und die Würde von kambodschanischen Reisbauern, die eingebunden sind in einen Rhythmus der Natur und in eine soziale Ordnung: kleine Beschädigungen gefährden diese Stabilität sogleich im Ganzen.

2005 jährt sich zum 30. Mal die Machtergreifung des Diktators Pol Pot in Kambodscha. Mit seinen ‚Rote Khmer’ genannten kommunistischen Guerillas eroberte er 1975 die Hauptstadt Phnom Penh. Danach versuchte er rücksichtslos, dem Land seine Vorstellung von Kommunismus aufzuzwingen und es in eine archaische Gesellschaft zurückzuentwickeln. Alle echten oder vermeintlichen Widerstände wurden gnadenlos gebrochen: Mehr als drei Millionen Tote forderte sein Völkermord.
An diesem traumatischen Erbe, an Verarmung und Entwicklungsrückstand, zahllosen Landminen und Versehrten leidet das Land auch heute noch. Kambodscha zählt mit durchschnittlich 280 US-$ Bruttosozialprodukt pro Einwohner zu den ärmsten der Welt (Deutschland: 22.670 US-$). Der „Human Development Index“ der Vereinten Nationen nennt Kambodscha an 130. Stelle von 175 Ländern.
Mit der Aufführung dieses Films erinnert das Allerweltskino an das vielfach vergessene Land.

Reis

Seit 400 v. Chr. wird Reis in Mesopotamien angebaut und die Mauren brachten im Zuge ihrer Ausbreitung nach Europa auch den Reis mit. Daher gibt es ihn seit dem 6. bis 7. Jahrhundert auch im Mittelmeerraum. Nach Amerika kam der Reis mit den Spaniern im späten 17. Jahrhundert, nach Australien im 19. Jahrhundert.

Reis kann in Abhängigkeit vom vorherrschenden Ökosystem auf vier verschiedene Arten angebaut werden:

. regenabhängiger Bergreisanbau
· regenabhängiger Niederungsreisanbau
· Tiefwasserreisanbau
· Nassreisanbau.

80 % der Weltreisernte werden im Nassreisanbau erzeugt. Pro Kilogramm erzeugtem Reis werden dabei zwischen 3000 und 5000 Litern Wasser verbraucht. Die Folge sind sinkende Grundwasserspiegel.
Die chinesische Regierung hat daher rund um Peking den Reisanbau verboten, da sich dort schon der Grundwasserspiegel um bis zu drei Meter abgesenkt hat, was die boomende Wirtschaft behindert.

Je nach Sorte, Anbauart und -gebiet werden pro Jahr zwischen ein und drei Ernten eingefahren. Reis ist ursprünglich keine Wasserpflanze, sondern hat sich seit Jahrtausenden durch Zucht und natürliche Selektion an die Überflutung der Felder angepasst. Viele Unkräuter und bodenlebende Schädlinge werden durch die Flutung am Wachstum gehindert, was der hauptsächliche Grund für den Wassereinsatz beim Reisanbau ist.

Nassreisanbau

Dieses Verfahren ist sehr arbeitsintensiv, ermöglicht aber sehr viel höhere Erträge als das Streusaatverfahren. Die Arbeitsgänge sind:

· Aussaat in das relativ trockene Pflanzfeld (hier zeigt sich, dass der Reis keine echte Wasserpflanze ist; direkt ins Wasser gesät geht er nicht auf)
· Durchmischung des Bodens auf dem geplanten Reisfeld mit Wasser, meist mit Pflügen hinter Wasserbüffeln
· Umsetzen der Setzlinge vom Pflanzfeld in das Reisfeld per Hand
· Bewässern des Feldes während der Wachstums- und Reifezeit, weitere Pflege ist nicht nötig; Probleme entstehen, wenn der Wasserspiegel während der Regenzeit zu stark ansteigt oder wenn der Monsunregen zu gering ausfällt.
· In einigen Welt-Regionen werden in den Reisfeldern gleichzeitig Kleinfische und Krustentiere zur Proteinversorgung gezüchtet. Durch Pestizideinsatz kam dieser Erwerbszweig allerdings vielfach zum Erliegen.
· nach etwa vier bis sechs Monaten Trockenlegung der Felder und Ernte mit Sicheln, Bündelung der Pflanzen und Transport auf Ochsenkarren oder zu Fuß.

Ökologische Folgen

Man geht mittlerweile davon aus, dass der Nassreisanbau 17 % des Methans in der Erdatmosphäre verursacht. Durch die starke Wässerung des Bodens entsteht ein fast sauerstofffreies und damit optimales Gebiet für anaerobe, Methan erzeugende Bakterien (Methanbildner). Indem zeitweise Trockenphasen durchgeführt werden, kann der Methanausstoß reduziert werden, da somit einem weiteren Absinken des Sauerstoffgehalts entgegen gewirkt wird.

(Quelle: www.de.wikipedia.org/wiki/reis).