Viele Gemeinden in Chiapas haben kein Zugang zu Trinkwasser. Der Film handelt von diesem ernsten Problem und davon, wie die Zapatista-Gemeinden es lösen. Mit der Unterstützung von solidarischen Menschen, die von außerhalb kommen und ihnen Know-how zur Verfügung stellen, sind viele Gemeinden dabei, eigene Trinkwassersysteme zu bauen.
In „La lucha del agua“ baut eine Gemeinde ein unabhängiges System der Trinkwasserversorgung auf. Menschen aus der Gemeinde erklären, wie dieses Konzept dazu beiträgt, Krankheiten zu bekämpfen und die Trinkwasserquellen zu schützen. Der zapatistische Kampf um Wasser reiht sich ein in die Widerstandsbewegung gegen die einseitigen Entwicklungspläne der mexikanischen Regierung (Plan Puebla Panama).
Zapatista-Filme
Zum Widerstand der Zapatisten in Mexiko gegen die Zentralregierung hat das Kollektiv von Videomachern aus den autonomen Zapatista Gemeinden etliche Filme produziert, von denen das Allerweltskino einige zeigt und diskutiert.
Die Zapatista Bewegung ist wahrscheinlich die am meisten dokumentierte soziale Bewegung weltweit. Es gibt hunderte von Videos, Büchern und Webseiten, die von Menschen gemacht wurden, die die Bewegung seit Jahren von aussen beobachten. Dennoch legen seit Beginn des Aufstandes (1994) die Zapatistas großen Wert auf die Produktion von eigenen Medien und auf das Recht auf das eigene Bild. Seit Ende der 90er Jahre arbeiten Menschen aus den autonomen Gemeinden in einem Videokollektiv an Dokumentationen über ihre eigene Realität. Unter oft sehr schwierigen Bedingungen werden Dokumentarfilme über das Leben im Widerstand und die Organisation der Autonomie realisiert: über die Arbeit im Kollektiv; über Produktionskooperativen, fairen Handel und Umweltzerstörung; über autonome Bildung und die Erhaltung der Traditionen und über den Kampf für Selbstbestimmung und gegen die negativen Folgen der Globalisierung.
Über das Klischee des maskierten Guerilla-Kämpfers hinaus möchten die Zapatistas zeigen, wie sie sich selbst sehen und was ihr täglicher Kampf um Menschenrechte und Autonomie für sie bedeutet. Das Video ist dabei nicht nur ein Kommunikationsmedium, sondern auch ein Schutz gegen die Angriffe von Militärs und Paramilitärs, ein Mittel zur Selbstorganisation und zur politischen Mobilisierung, ein kollektives Gedächtnis der eigenen Geschichte, ein Sprachrohr für die Gemeinschaften untereinander und mit dem Rest der Welt. Nicht zuletzt sollen die Videos auch dazu beitragen, internationale Unterstützung für die Projekte und
die Ideen der Zapatistas zu erlangen.
Die Kampagnen der Zapatistas für eine Veränderung und die Hoffnung auf eine „andere Welt“ inspirierten die sozialen und
globalisierungskritischen Bewegungen weltweit. Anfang 2006 beginnen die Zapatistas mit einer neuen nationalen Kampagne. Aufgrund dessen häufen sich Angriffe auf die Gemeinschaften und auf die Hilfsorganisationen und die internationale Solidarität ist für die Bewegung von ausgesprochener Wichtigkeit.
In den letzten Monaten hat das Filmkollektiv Promedios aus San Cristobal de las Casas ( www.promediosmexico.org ) die auf 8 DVDs zusammengestellten Videos zu einem großen Teil ins Deutsche übersetzt. Seit einigen Wochen sind diese Videos auch hierzulande zu haben. Zu einem fairen Preis von 20 Euro, der zu 100 Prozent dem Filmkollektiv zugute kommt, können die Videos bestellt werden bei:
Karin (Köln): Kdemigue@gmx.de
Marius (Berlin): Maryus@web.de
die Liste mit den Beschreibungen der Videos kann per email bestellt werden.

