In Ouagadougou, der Hauptstadt Burkina Fasos, schlägt sich eine Bande Jugendlicher mit Gelegenheitsjobs und Gaunereien durchs Leben. Humorvoll und sensibel zeigt der Film, wie die Jungen versuchen, in ihrem von materieller Armut geprägten Leben mit großem Einfallsreichtum ihre Träume zu verwirklichen.
Regisseur Dani Kouyaté: „Ouaga Saga ist eine Hommage an die Stadt Ouagadougou und an ihre Liebe zum Kino… Es ist ein modernes und joviales Märchen, eine Einladung, ein wenig die Verrücktheit, ein wenig den Optimismus zu teilen.“
Der Publikumsrenner beim Kölner Festival „Jenseits von Europa IX“ im November 2006!
Die Komödie erzählt Alltagsgeschichten von Jugendlichen, die in einem ärmlichen Viertel von Ouagadougou, der Hauptstadt Burkina Fasos leben. Die Träume der Jungs durchziehen den episodisch strukturierten Film und lassen den Zuschauer in eine Märchenwelt eintauchen, in der Esel sprechen können und goldene Funken durch das Bild schweben.
Schon die Anfangsszene, unterlegt mit afrikanischer Musik, führt in das pulsierende Leben von Ouagadougou. Frauen mit riesigen Körben auf ihren Köpfen und Männer mit lebenden Hühnern beladen kurven auf ihren Mofas durch die Stadt. An einem CD-Stand tanzen und flirten Jugendliche – die Protagonisten des Films. Sie schlagen sich mit Gelegenheitsjobs als Wasserträger, Mechaniker und Hilfskellner durch, manchmal auch mit kleinen Gaunereien. Und sie träumen von Karrieren als Fußball-, Film- oder Popstars.
Eines Tages können sie der Versuchung nicht widerstehen, ein brandneues Motorrad zu klauen. Sie verkaufen es zu einem viel zu niedrigen Preis und teilen sich den Erlös. Einen Teil des Geldes deponieren sie bei Bourémah, bei dem sie wohnen. Doch ein neidischer Nachbar bespitzelt die Jungs und kommt so hinter ihr Geheimnis. Er erstattet Anzeige und alle landen im Gefängnis. Die Frauen des Viertels protestieren gegen die Inhaftierung der Minderjährigen und ziehen solidarisch zum Polizeikommissariat, um die Freilassung der Jugendlichen durchzusetzen. Mit der verbliebenen Beute flieht Bourémah in eine andere Stadt. Als er nur noch wenig Geld übrig hat, versucht er sein Glück mit Pferdewetten. Mit der Hilfe eines Féticheurs, eines traditionellen Magiers, gewinnt er. Als reicher Mann kehrt er nach Ouagadougou zurück und hilft seinen Freunden, ihre Träume zu verwirklichen. Ein Happy- End wie im Kino…
Der Regisseur hat in seinen Film eigene Kindheitserinnerungen einfließen lassen. Er macht mit Witz und Ironie auf die sozialen und wirtschaftlichen Probleme des Landes wie Armut und Jugendarbeitslosigkeit aufmerksam und übt Kritik am großen Gefälle zwischen Arm und Reich, ohne dabei pessimistisch zu sein.



