Der ethnografische Filmemacher John Marshall porträtierte in einem Zeitraum von 1952 bis 1978 die Lebensgeschichte von N!ai, einer Frau aus dem Volk der Buschleute (!Kung San) im Nordosten Namibias. Dabei wird auch der Wandel erfahrbar, der sich in ihrer Umgebung vollzogen hat: Entzug von Land, Jagdmöglichkeiten, Wasser, die Einführung von Geld und Lohnarbeit.
Der ethnografische Filmemacher John Marshall porträtiert in einem Zeitraum von 1952 bis 1978 die Lebensgeschichte von N!ai, einer Frau aus dem Volk der Buschleute (!Kung San) im Nordosten Namibias. Bereits auf ihrer ersten Expedition lernten die Marshalls die damals achtjährige N!ai und ihre Familie kennen. Diese und spätere Begegnungen wurden von John Marshall mit der Kamera festgehalten. Viele Jahre danach besuchte er 1978 N!ai und ihre Familie erneut. So umfaßt die Schilderung des Lebens einer !Kung-Frau in diesem Film die Zeitspanne einer Generation. Der Film zeigt aber nicht nur die Entwicklungen der Person N!ai, sondern auch den Wandel, der sich in ihrer Umgebung vollzogen hat: Entzug von Land und damit der Rückgang des Wildbestandes, der Jagdmöglichkeiten, der Nahrungspflanzen und der Wasserressourcen, die Einführung von Geld und Lohnarbeit. – Die Vorführung des Filmes wurde von der Mainzer Ethnologin Sonja Speeter, die ihre Forschungen auf das Filmwerk John Marshalls und das !Kung-Volk konzentriert, begleitet und eingeführt.
(gr-04-11-03)
