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Moi et mon Blanc

Moi et mon Blanc

Mamadi stammt aus Burkina Faso und studiert an der Sorbonne in Paris. Als das Stipendium aus seinem Heimatland plötzlich ausbleibt, verliert er seine Aufenthaltserlaubnis. Um sein Studium trotzdem abschließen zu können, verdingt er sich als Wächter in einem Parkhaus. Dort freundet er sich mit seinem französischen Kollegen Franck an. Durch einen Zufall geraten die beiden an einen Haufen Geld und damit ins Visier der Pariser Unterwelt, weshalb sie Hals über Kopf nach Afrika fliehen. Wie Mamadi in Frankreich, so erlebt Franck in Burkina Faso, was es heißt, ein “Fremder” zu sein. Zerreißen sich in Paris Francks Nachbarinnen den Mund über dessen schwarzen Freund, so fragen sich in Ouagadougou alte Männer aus Mamadis Viertel, was es wohl mit “seinem Weißen” auf sich habe.

Eine Veranstaltung in Zusammenarbeit mit FilmInitiativ Köln e.V., www.filminitiativ.de

Die Filmgeschichte beruht auf Erfahrungen, die S. Pierre Yameogo als Pendler zwischen Paris und Ouagadougou gesammelt hat. Indem er nicht nur zeigt, wie es Afrikanern in Europa ergeht, sondern auch die Probleme vorführt, denen Europäer in Afrika begegnen, entblößt er Vorurteile auf beiden Seiten und verweist zugleich auf Unterschiede beider Kulturen im Umgang mit Fremden. Der Filmemacher präsentiert seine Geschichte mit viel Humor, um “dem Thema seine Tragik zu nehmen” und die Zuschauer über Situationen lachen zu lassen, “die sie so ähnlich selbst vielfach erlebt haben”.

Beim panafrikanischen Filmfestival FESPACO 2003 wurde der Film mit dem Publikumspreis ausgezeichnet.

www.fespaco.bf