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Maroa

Maroa

Wie und warum ein Straßenmädchen aus Caracas zur klassischen Musik findet, dies erzählt die seit den 1970er-Jahren in Venezuela drehende Regisseurin in einer packenden Coming-of-Age-Geschichte. Dabei verzichtet sie souverän auf melodramatische Zuspitzungen und zeichnet nüchtern und klug die Lebensumstände in den Armutsvierteln auf. Nicht allzu stark wird die magische Kraft der Musik und ihr heilsamer Einfluss idealisiert, aber der im weiteren Sinne “ästhetischen Erziehung” wird zugestanden, ein möglicher Weg aus der Gewaltspirale im Lande zu werden. Eine Hoffnung, die sich auf konkrete Erfahrungen mit der langjährigen Jugendorchester-Bewegung FESNOJIV stützt.

Auch dank der hervorragenden Hauptdarstellerin gewann “Maroa” den Publikumspreis beim Festival in Biarritz 2005.