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Mann mit den drei Särgen, Der

Nagunenun Gilesodo Schizi Annunda

Um die Asche seiner verstorbenen Frau zu verstreuen, reist Yang an die Grenze zwischen den koreanischen Staaten. Auf dieser Reise erfährt er die zerrissenen Biographien und Traditionen seiner selbst und seines Landes. Komplexe Verfilmung einer surrealistischen Erzählung (Caligari-Preis 1988).

Korea 1987; Regie: Lee Chang-Ho; Buch: Lee Chang-Ho, nach dem Roman von Je-Ha-Lee; Kamera: Seung-Bae-Park;
Ein Mann holt eines Tages die Asche seiner verstorbenen Frau aus dem Wandschrank und reist damit in seine Heimatprovinz, um sie dort auszustreuen. Auf seinem Weg begegnet der Wanderer einem 80jährigen Greis, der noch einmal seinen Geburtsort in Nordkorea wiedersehen will. Er wird von einer Pflegerin betreut, die ihm gern bei der Verwirklichung seines Wunsches helfen möchte. Sie schließen sich dem Mann mit der Asche an und machen sich auf den beschwelichen Weg zum 38. Breitengrad. Unterwegs werden sie von einem Abgesandten des Sohnes des alten Mannes aufgespürt, der den Greis nach Seoul zurückbringt. Nunmehr tut sich die Pflegerin mit dem Wanderer zusammen und will mit ihm ein neues Leben beginnen. Auf ihrem weiteren Weg werden sie Zeuge einer exorzistischen Zeremonie, und mit einem Mal ist die Frau von einem Geist besessen. Der Film basiert auf einer surrealistischen Kurzgeschichte von Lee Je-ha, die die Teilung Koreas thematisiert, und er veranschaulicht einen Bewusstseinsstrom, der die Grenzen von Vergangenheit und Gegenwart überschreitet. Regisseur Lee Chang-Ho ist es gelungen, für seine ungewöhnliche Geschichte einzigartige Bilder zu finden.