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Manganinnie

Manganinnie

Im Jahre 1830 besiedeln europäische Auswanderer den Australischen Kontinent.
Joanna, die etwa sechjährige Tochter einer englischen Siedlerfamilie, bisher behütet und geborgen aufgewachsen, begegnet auf einem Spaziergang Manganinnie. Manganinnie ist eine kraftvolle und schöne Aboriginal-Frau, eine Ureinwohnerin des Landes, die kürzlich bei einer Jagd der Weißen auf ihren Stamm ihre Angehörigen verloren hat. Joanna folgt ihr. Manganinnie ist froh, nicht mehr allein zu sein und nimmt sie mit. Für Joanna beginnt damit ein völlig neues Leben. Sie streift mit Manganinnie, die auf der Suche nach ihren Leuten ist, durch das Land, schläft in Höhlen, nimmt an der Jagd teil, besteht Gefahren, bestiehlt sogar weiße Siedler und lernt von Manganinnie die Gebräuche und Riten ihres Stammes. Dabei steht der Feuerkult an zentraler Stelle. Das Feuer gilt als lebenserhaltende Kraft und schafft die Verbindung zur jenseitigen Welt für die Aboriginals. Manganinnie und das weiße Mädchen entwickeln im Laufe des Jahres eine innige Beziehung zueinander. Joanna wird selbständiger und mutiger. Als Manganinnie von weißen Abenteurern verletzt und gefangen wird, gelingt es Joanna, sie zu befreien. Manganinnies Verletzung jedoch sitzt tiefer: die Sehnsucht nach ihrem verschwundenen Volk verzehrt sie und läßt ihre leichte Verwundung zur schweren Krankheit werden. Sie bringt Joanna zu den Eltern zurück und stirbt. Joannas Vater will sie in christlicher Weise beerdigen lassen. Aber Joanna weiß es besser. Sie zündet die Scheune an, in der die tote Manganinnie aufgebahrt liegt und gibt ihr so eine angemessene Bestattung: Die Heimkehr zu ihrem Volk durch das Feuer.