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Madeinusa

Madeinusa

In den abgelegenen Tälern der Anden liegt das katholisch geprägte Dorf Manayaycuna. Voller Inbrunst feiert man hier die Karwoche. Es gibt allerdings eine Besonderheit: Zwischen Karfreitag, dem Tag des Todes Jesu, und seiner Auferstehung am Ostersonntag liegt die “heilige Zeit”, eine Zeit, in der alles erlaubt und jeder Tabubruch möglich ist. Denn wenn Gott tot ist, kann er die irdischen Sünden nicht sehen, so denkt man.
Diese Zeit will die junge “Madinusa” nutzen, um den engen und inzestuösen Verhältnissen in ihrem Dorf zu entkommen. Als Ausweg bietet sich der junge Santiago an, der “Fremde” im Ort. In einer Zeit, in der alles erlaubt ist, entsteht eine Liebesgeschichte zwischen dem Dorf- und dem Stadtkind, die zunehmend dramatischer wird, als die “heilige Zeit” fortschreitet …

Regisseurin Claudia Llosa, Nichte des peruanischen Schriftstellers Mario Vargas Llosa, schildert eine ebenso komische und schillernd exotische wie tragische Episode vom Zusammentreffen zweier Welten. Der ungewöhnliche und überraschende Erstlingsfilm lebt von seinem besonderen Humor, vom ironischen Spiel mit den Stereotypen der Ethnizität.