Ein sowohl inhaltlich als auch stilistisch unkonventioneller Film hat während der Berlinale 2009 für Aufsehen gesorgt. Siono Son, in Japan kontrovers diskutiert und als Kultregisseur gefeiert, erzählt die Geschichte eines japanischen Teenagers: Yu wächst in einem streng katholischen Elternhaus auf und ist ein braver Schüler. Um die Aufmerksamkeit seines Vaters zu wecken, der als Priester von seinem Sohn die tägliche Beichte verlangt, jedoch dem Anstand seines Sohnes keinen Glauben schenkt, beginnt er kleine ‚Sünden‘ zu begehen. Dazu zählen u.a. einfallsreiche Versuche, junge Frauen unbemerkt unter den Röcken zu fotografieren. Nach einer verlorenen Wette als Mädchen verkleidet, trifft er auf die attraktive Yoko und verliebt sich in sie. Er weiß jedoch nicht, dass sie die Tochter der neuen Affäre seines Vaters ist und bald bei ihm zu Hause einziehen wird. Die Situation verkompliziert sich, besonders als seine neue Familie Opfer einer wahnsinnigen Sekte wird, von der Yu versucht, sie zu befreien.
‚Eine große Kinooper, die jeden Rahmen sprengt… Kino als unterhaltsame, bewegende Grenzerfahrung‘ (FAZ)
‚Es ist dieses Erzwingen von erstaunlichen bis bescheuerten Behauptungen unter rigoroser Ausnutzung einer hemmungslosen Übertreibungs-Schönheit, das auch ‚Love Exposure‘ so unwiderstehlich macht.‘ (taz)
‚Love Exposure ist zugleich eine Tragödie, eine alberne Teenagerkomödie, ein religiöser Film, ein Action-Movie à la Hongkong und erstaunlicherweise in all seinen widersprüchlichen Facetten und Rhythmuswechseln überzeugend.‘ (Zeit)


