Michel Khleifi erzählt die Liebesgeschichte eines Paares, aber er erzählt in dokumentarischen Aufnahmen auch von der quälenden Geschichte seiner palästinensischen Heimat. Er singt das Lied der Steine in der Zeit des Kriegs der Steine.
Nach 16jähriger Abwesenheit kehrt eine Palästinenserin, die als Journalistin in den USA arbeitet, nach Jerusalem zurück, um über die Intifada, den „Krieg der Steine“, zu berichten. Sie begegnet dem ehemaligen Geliebten, einem aus langer Haft entlassenen Intellektuellen, und beide knüpfen an ihre vergangene Liebe an. Dabei lassen sie in endlos langen Gesprächen ihren Gedanken über Vergangenheit und Gegenwart freien Lauf. Der Film nimmt dieses minimale Handlungsmotiv zum Anlass, mit dokumentarischen Mitteln das Palästinenser-Problem zu verdeutlichen, wobei die private Liebesgeschichte mit ihren teils poetisch verfremdeten Dialogen hinter dem pro-palästinensischen Engagement des Autors zurücktritt. Die eigenwillige inszenatorische Mischform erweist sich freilich als zu zähflüssig und konstruiert, um das Anliegen überzeugend zu vermitteln. Quelle: Lexikon des internationalen Films
