„Il levante: ein italienisches Wort für den Ostwind, für die Gegend auch, wo die Sonne aufging, Morgenland, Orient. Die Levante: ein verstaubter Begriff aus der Sprache des Handels, die Ostküste des Mittelmeeres bezeichnend, von Konstantinopel bis Alexandria.
Levante: meine Bezeichnung für Nahost, Israel und Libanon, doch andere Assoziationen erzeugend, ein Reflex der Zukunft, mit Symbolen von Gestern.
Der Film: eine Studie über Oliven, Tauben und Spiegel, mit den Menschen der Levante, auf der Suche nach der Kultur der Toleranz.“ (Beni Müller)
Levante ist eine alte Bezeichnung für die (Küsten-)Länder des östlichen Mittelmeers, die in der Gegenwart seit Jahrzehnten unter der Geißel von Krieg und Terror leiden. Aber nicht Gewalt und Zerstörung zeigt dieser Film, sondern das, was die Levantiner – Angehörige verschiedener Rassen und Religionen – als Menschen miteinander verbindet: ihren Alltag, in dem unter den Friedenszeichen von Taube und Ölbaum weiterhin Handel und Kommunikation stattfindet. Ein listiger filmischer Essay als Lektion zum Abbau von Feindbildern. (Ein Zajal ist eine Stegreifdichtung, wie sie in dieser Region gepflegt wird.) Quelle: Lexikon des internationalen Films 2000/2001 (CD-ROM)
