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Last and First Men

Last and First Men

Zunächst: Zwei Milliarden Jahre Menschheitsgeschichte sozusagen rückwärts erzählt in einer Botschaft der letzten Menschen an uns, die am Anfang dieser langen Geschichte stehen. Und eine Bitte der Nachgeborenen um Hilfe. Keine schöne Geschichte eigentlich, eine vom immerwährenden Drang des Menschen zur Unterdrückung seiner Artgenossen, seiner unausrottbaren Neigung zum Missbrauch seiner Macht.

Oder: Eine audiovisuelle Elegie über brachial-architektonische Erinnerungsmonumente der Menschheit, die der isländische Komponist Jóhann Jóhannsson kurz vor seinem Tod 2018 fertigstellte. Das schwarz-weiße Filmmaterial blickt auf die dem Verschwinden preisgegebenen Bauten des kommunistischen Jugoslawiens und bindet sie mit Exzerpten aus einem Science-Fiction-Roman und avantgardistischer Musik in ein bizarres, aber fesselndes philosophisches Konzept ein. Als eine Art audiovisuelle Totenmesse besitzt der Essayfilm eine eigentümliche, verstörende Schönheit.

Und: Außerweltlich und zeitlos wirken nicht nur die Bilder, sondern auch die Sounds. Der tief sphärische, eindrucksam elegische Soundtrack stammt von Jóhannsson und Yair Elazar Glotman.

Allerdings: Die Verfilmung von Last and First Men verstößt irgendwie gegen alles, was man als Filmemacher in der Filmschule lernt.

Online-Tickets: www.off-broadway.de/reihe/Sonderprogramm/Allerweltskino

First: Two billion years of human history told backwards, so to speak, in a message from the last people to us, who stand at the beginning of this long history. And a request for help from those born later. Not a nice story, actually, one of man’s perpetual urge to suppress his fellow species, his ineradicable tendency to abuse his power.

Or: an audiovisual elegy on brute-architectural monuments to humanity’s memory, completed by Icelandic composer Jóhann Jóhannsson shortly before his death in 2018. The black-and-white footage looks at the buildings of communist Yugoslavia that have been left to disappear, tying them into a bizarre but compelling philosophical concept with excerpts from a science fiction novel and avant-garde music. As a kind of audiovisual requiem, the essay film possesses a peculiar, disturbing beauty.

What’s more, it’s not only the images that seem otherworldly and timeless, but also the sounds. The deeply spherical, impressively elegiac soundtrack is by Jóhannsson and Yair Elazar Glotman.

That said, making a film out of Last and First Men kind of contravenes everything that a filmmaker is taught in film school.

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