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Lagune zweier Zeiten

Laguna de dos tiempos

Mit spezifisch kinematografischem Reichtum, der ebenso schreckliche wie schöne Visionen enthält, portraitiert der Film umfassend die Folgen der totalen Industrialisierung der Ostion-Lagune im Süden von Veracruz.

Schwarzer öliger Regen, riesige schwarze Rauchwolken, geschwärzte verseuchte Gewässer – Folgen der rücksichtslosen Industrialisierung der Ostión-Lagune im Süden des mexikanischen Bundesstaates Veracruz. Hier entsteht auf einem Areal von eta 80 km Länge ein Industriekomplex mit einer Vielzahl petrochemischer Werke. Die Folgen sind nicht nur Vergiftung der Umwelt und Zerstörung der Natur sondern auch Verelendung und schließlich Verteibung der indianischen Bevölkerung, die Beseitigung ihrer Kultur.

Präzise und mit ungewöhnlichen Mitteln schildert Eduardo Maldonado jene mexikanischen Wirklichkeiten, die in den Massenmedien des Landes nur allzu oft unterdrückt werden. So beginnt der Film in der schon vergangenen Gegenwart, führt uns in die gegenwärtige Zukunft und kehrt schließlich nach Pajapan zurück, wo er endent.

„Das dokumentarische Kino, das bekanntlich zur Vereinfachung neigt, hat selten eine Situation so umfassend portraitiert. Dabei meine ich nicht nur die Fülle der angeführten Daten, die für das Verständnis nötig sind; ich meine auch den spezifisch kinematografischen Reichtum, der ebenso schreckliche wie schöne Visionen enthält. Damit will ich sagen, daß ‚Lagune zweier Zeiten‘ ein präzises und lehrreiches Dolument ist und darüber hinaus ein großartiges, fesselndes Spektakel.“ (Emilio García Riera, in: Uno más uno, 26. Juli 1982)