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L’Afrance

L’Afrance

El Hadj hat seine Familie und seine Verlobte im Senegal zurückgelassen, um in Frankreich zu studieren. Anders als manche seiner afrikanischen Freunde in Paris will er nach seinem Abschluss definitiv nach Afrika zurückkehren, um am Aufbau seines Landes mitzuwirken. Doch weil er es versäumt, sein Studentenvisum rechtzeitig zu verlängern, gerät er plötzlich in einen Konflikt: Soll er – auch ohne Abschluss – nach Afrika zurückkehren? Oder soll er es riskieren, illegal in Frankreich bleiben, in dem Land, wo er sich wohlfühlt, Freunde hat und mit etwas Glück vielleicht doch noch sein Studium beenden kann? Es geht dabei nicht nur um eine praktische Wahl. Es geht auch um die Frage nach seiner Identität und Verantwortung.. El Hadj gerät in die gleiche rechtlose Lage wie die „Sans Papier“, die Migranten ohne Aufenthaltserlaubnis. Er muss erleben, was es bedeutet, entwurzelt zu sein.
Der Film hat in Frankreich großes Aufsehen erregt, wurde 2001 beim Festival in Locarno mit dem Silbernen Leoparden für den besten Erstlingsfilm ausgezeichnet und in derselben Kategorie auch beim FESPACO 2003 in Ouagadougou.

(gr-10-11-03)