Der Waisenjunge Amiro lebt in einem verrosteten Schiffswrack. Er verdient etwas Geld, indem er leere Flaschen sammelt, Müllhalden nach Verwertbarem durchsucht, als Schuhputzer arbeitet oder Wasser verkauft. Mit anderen Jungen veranstaltet er Wettrennen, bei denen sich Amiro durch seine Schnelligkeit und Ausdauer auszeichnet. Seine Bewunderung für Größe, Geschwindigkeit und Kraft treibt ihn, obwohl er nicht lesen kann, immer wieder dazu, eines der teuren westlichen Magazine zu kaufen, in denen er Photos von Flugzeugen und Schiffen findet. Langsam reift in ihm die Erkenntnis, daß er lesen lernen muss, um teilzuhaben an dem anderen Leben aus den Magazinen.
Der autobiografisch geprägte Film verfolgt, wie sein Autor Amir Naderi sagt, die Entwicklung eines Jungen von chaotischer Existenz zu geistiger Reife.
In einem gestrandeten Schiff in einer Hafenstadt am Persischen Golf lebt der dreizehnjährige Waise Amiro. Um sein Überleben zu sichern, durchsucht er Abfallberge nach Brauchbarem, sammelt und verkauft Flaschen, die Wohlhabende ins Meer werfen, putzt Schuhe und verkauft Eiswasser. Hinter seinen erniedrigenden Gelegenheitsbeschäftigungen sieht Amiro immer wieder Sinnbilder seiner Hoffnung auf ein besseres Leben: Luxusdampfer ziehen am Horizont vorbei, Flugzeuge heben ab. Amiro, der nicht lesen und schreiben kann, erkennt, dass er sich bilden und antrengen muß, will er seine Hoffnungen erreichen. (Filme aus dem Iran, Cinélibre, Basel 1991)
