Der Film portraitiert einen in der Bundesrepublik lebenden Afrika-Söldner: Kommandoführer Major Müller, genannt Kongo-Müller. Der sich da so leutselig präsentiert, fühlt sich auf dem Höhepunkt seiner Laufbahn, nutzt die Chance der Selbstdarstellung im Film. Für den Zuschauer entsteht jedoch ein ganz anderes Bild dieses „lachenden Mannes“…
Der Film porträtiert einen in der Bundesrepublik lebenden Afrika-Söldner. „Ein Killer auf Urlaub: Kommandoführer Major Müller, genannt Kongo-Müller. Der sich da zum Interview bereitgefunden hat, steht auf dem Höhepunkt seiner Laufbahn, ist getragen vom Hochgefühl jüngster Erfolgserlebnisse und gelockt von der Chance der Selbstdarstellung. Müller, in der vertrauten Umgebung, gibt sich souverän, ja leutselig, schwadroniert bald wie unter Kumpanen. Präsentiert sich als Stratege des modernen Krieges, als „Verteidiger des Westens, der christlichen oder westlichen Hemisphäre“, wo auch immer, entfaltet den makabren Charme eines Landsknechtes mit Gemüt. Aber die Bild- und Tondokumente aus der Rotte der Kongo-Killer, eingebracht auf Umwegen und für keine Öffentlichkeit bestimmt, tilgen jede Spur von Selbstretusche. Vor der Kamera erscheint Müller, der Faschist, als ‘Der lachende Mann’. So ergibt sich, weitab vom Klischee, Anlass für ein bestürzendes, alarmierendes Zeitdokument.“
(aus: „Möglichkeiten des Dokumentarfilmes“. Hg. von den Westdeutschen Kurzfilmtagen, Oberhausen 1979)
Leipzig 1966: Sonderpreis der Jury
Walter Heynowksi
Geboren 1927, Journalist, u.a. Chefredakteur der Zeitschrift „Eulenspiegel“ (1950). Mitarbeiter des DFF. Ab 1963 Regisseur und Autor beim DEFA-Studio für Wochenschau und Dokumentarfilme.
Gerhard Scheumann
Geboren 1930. Journalist, vorwiegend im Rundfunk. Ab Mitte der 60er Jahre enge Zusammenarbeit mit Walter Heynowski.
