In der Zelle eines südamerikanischen Gefängnisses begegnen sich ein politischer Häftling und ein Homosexueller. Ein Film, der auf vielschichtige Weise Sehnsüchte des Menschen und sein Recht auf Träume, Achtung und Individualität behandelt.
In der Zelle eines südamerikanischen Gefängnisses begegnen sich ein politischer Häftling und ein Homosexueller, der sich für die schwülstig- kitschige Traumwelt eines Propagandafilms begeistert. Auf engstem Raum entwickelt sich eine Freundschaft, die den einen die Kraft zu lieben und hoffen und den anderen Würde gewinnen läßt. Einfühlsam inszenierte und hervorragend gespielte psychologische Studie, die auf vielschichtige Weise Sehnsüchte des Menschen und sein Recht auf Träume, Achtung und Individualität behandelt. (fd 25 642)
Der homosexuelle Schaufensterdekorateur Molina sitzt wegen Verführung Minderjähriger in einem lateinamerikanischen Gefängnis. Dort teilt er eine Zelle mit dem linksradikalen Journalisten Valentin, der in Haft ist, weil er die Militärdiktatur politisch bekämpft hat. Sie sind ein sehr konträres Paar. Während Molina sich in schwülstige Kino-Erinnerungen an einen alten Nazi-Film flüchtet, träumt Valentin von der Revolution. Er ahnt nicht, daß der Gefängnisdirektor Molina gegen ihn als Spitzel zu mißbrauchen versucht. Zunächst empört ihn dessen politische Naivität, der Gefühlsüberschwang ist ihm peinlich, aber allmählich kommen die beiden sich näher. Als Molina schließlich entlassen wird, wagt Valentin, ihm eine Nachricht an seine Genossen im Untergrund anzuvertrauen. Dieser rechtfertigt das in ihn gesetzte Vertrauen; Valentin, in der Haft fast zu Tode gefoltert, träumt sterbend in der Begegnung mit der geheimnisvollen Spinnenfrau die Geschichten Molinas weiter. (Hr 3, Programminfo)
