Ein Schlüsselfilm über die Probleme afrikanischer Menschen, sich zwischen Tradition und (importierter) europäischer Moderne zurechtzufinden.
Das junge Mädchen Kodou unterzieht sich der traditionellen Lippentätowierung. Doch moralisch ungenügend vorbereitet, erträgt sie die Schmerzen der Operation nicht und flieht. Dadurch hat sie ihren Eltern Schande gebracht und sich selbst aus der Dorfgemeinschaft ausgeschlossen. Isoliert und dem allgemeinen Gespott preisgegeben, wird Kodou depressiv. Auf den Rat eines Händlers hin bringt man sie in eine psychiatrische Klinik, doch die modernen Behandlungsmethoden bleiben ohne Ergebnis. Schließlich versucht ein Fetischeur auf traditionelle Weise, die eher kulturell-gesellschaftlich als individuell-physisch bedingte Krankheit zu heilen.
Ein Schlüsselfilm für die Problematik afrikanischer Menschen, die sich zwischen moderner afrikanischer Tradition und europäischer Moderne zurechtfinden müssen. Kodou ist eine Art Reflexion über den Stellenwert der Tradition im modernen Afrika wie auch über den Stellenwert des westlichen Fortschritts im afrikanischen Dorf.
