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Knockout

Nocaut

Dies ist ein Film über einen Verlierer, den jungen Boxer Rodrigo, der um jeden Preis zum Star werden und so seinem lumpigen Leben entfliehen will. Doch er vertauscht nur ein Elend mit dem anderen. Das Boxerschicksal wird zur Metapher für den Kampf um ein besseres Leben: die Stadt Mexiko, für so viele die große Hoffnung, wird auch für Rodrigo zur Endstation, zur Falle.

Rodrigo Saracho begann als einfacher Junge mit dem Boxsport, weil er Spaß daran hatte. Doch dann will er um jeden Preis zum Star, zum Profi werden, raus aus dem „rmlichen Leben. Das klingt nach „Rocky“, aber „Knockout“ endet, wie der Titel verheiät, mit K.O. Rodrigo hat sich dem Manager und Gangsterboß Saul Bertran verschrieben. Der Preis für den Aufstieg ist der Abstieg in die Welt des Verbrechens; er wird in die Machenschaften einer obskuren mexikanischen Mafia verstrickt, muß sich auf Bestellung im Ring niederschlagen lassen. Zu spät erkennt er, daß er da nicht mehr herauskommt und versucht, sich mit einem Gewaltakt zu retten: Er erschießt seinen Boß. Mit diesem Mord beginnt der Film. Dann befindet sich Rodrigo auf der Flucht, die sich bis zum Wahnsinn steigert – in Rückblenden erfahren wir seine Geschichte, seine Erinnerungen. In dem realistisch gezeichneten Großstadtmilieu von Mexiko City werden langsam alle Personen zu seinen Feinden. Die Stadt mit ihren Verheißungen „wird für ihn zur Falle… einem Schicksal, dem er nicht entrinnen kann“. (Agraz)
In sorgfältig montierten Rückblenden erzählt Jos‚ Luis Garcia Agraz diese Geschichte, mit der er an das ‚Schwarze Kino‘ anknüpft. Das Boxerschicksal wird ihm zur Metapher für den Kampf um ein besseres Leben: die Stadt Mexiko, für so viele die große Hoffnung, wird auch für Rodrigo zur Endstation, zur Falle. Er, der einen Ausweg sucht, wird zum Opfer der alltäglichen Gewalt. Garcia Agraz hat mit seinem Film eine Beitrag zum ‚Neuen mexikanischen Kino‘ geliefert, das in Mexiko heute zur Realität geworden ist.