Eine trostlose, zerstörte Stadtlandschaft, irgendwo in dieser Welt, möglicherweise im Libanon, möglicherweise anderswo. Die Luft ist erfüllt von Geräuschen des Krieges: Maschinengewehr-Salven, Bombenexplosionen, Kanonendonner. Inmitten dieser schrecklichen Klangkulisse liest eine junge Frau ihrem Sohn Abschnitte aus „Les Misérables“ vor, worin der Autor Victor Hogo über die Werte von Ideen und ihre Einflüsse reflektiert. Währenddessen wird um die beiden herum gekämpft, geschossen und gestorben, und Kinder spielen friedlich und sorglos mit dem Ball, obwohl sie jederzeit mit dem Tod konfrontiert sind.
Die ganze Situation hat etwas Schizophrenes und Surreales, und es hat den Eindruck, als bilde sie eine Art Gegengewicht zum Inhalt des vorgelesenen Textes, der Film wirkt so auf beklemmende Weise wie eine zeugnishafte Betrachtung über die Erziehung, den Krieg und die Tyrannei der Ideen.
