In Marokko gibt es seit Jahren immer mehr Frauen, die ein Kind außerhalb der Ehe zur Welt bringen. In dem islamisch geprägten Land wird dies noch immer als Verstoß gegen Gesetz und Religion aber auch gegen die Moral und die guten Sitten betrachtet. Der Dokumentarfilm „Juwelen der Trauer“ beleuchtet dieses Phänomen anhand der Biographie zweier lediger Mütter in Marokko. Nadia und Nezha werden von ihren Familien, der Gesellschaft und dem Staat geächtet und leiden unter Diskriminierung. Neben den beiden Müttern kommen im Film auch Vertreter von Religion, Hilfsorganisationen, Menschenrechtsverbänden und des marokkanischen Staates zu Wort. Sie erklären ihre Sicht auf die Dinge und veranschaulichen die Komplexität der Dimensionen dieses Phänomens.
Der deutsch-marokkanische Regisseur Mohamed Nabil nähert sich mit seinem Film gleichzeitig einfühlsam und eindringlich einem in Marokko gesellschaftlich massiv und kontrovers diskutierten Thema, dem der ledigen Mütter.
Juwelen der Trauer
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